Zum Hauptinhalt springen

Ex-US-Soldat unter Terrorverdacht verhaftet

Weil er für die radikal-islamische al-Nusra-Front gegen das syrische Regime kämpfte, wurde ein früherer US-Soldat in Washington festgenommen. Ihm droht nun eine lebenslange Haftstrafe.

Am syrischen Aufstand nehmen auch Westler teil: Ein maskierter Rebell im Norden von Aleppo. (Januar 2013)
Am syrischen Aufstand nehmen auch Westler teil: Ein maskierter Rebell im Norden von Aleppo. (Januar 2013)
AFP

Ein früherer US-Soldat ist in den USA unter Terrorverdacht festgenommen und angeklagt worden, weil er sich in Syrien der islamistischen al-Nusra-Front zum bewaffneten Kampf angeschlossen haben soll. Wie das US-Justizministerium am Donnerstag mitteilte, wurde der 30-Jährige, der von 2000 bis 2003 in der US-Armee diente, am Mittwoch am Flughafen von Washington nach seiner Rückkehr aus Syrien festgenommen.

Bei einer Anhörung im Bundesstaat Virginia wurden ihm am Donnerstag die zur Last gelegten Vorwürfe übermittelt. Ihm droht nach Angaben der Staatsanwaltschaft lebenslange Haft.

Waffentraining von den Rebellen

Der 30-Jährige sei im vergangenen Januar über die Grenze nach Syrien gereist. Dort habe er sich zunächst der Freien Syrischen Armee und später der al-Nusra-Front angeschlossen, die seit 2004 von den USA als terroristische Vereinigung eingestuft wird.

Er erhielt gemäss der Vorwürfe gegen ihn Waffentraining von den Rebellen und trug auch eine Maschinenpistole mit sich, die er gegen Assads Truppen einsetzen wollte. In Videos soll er sich zum bewaffneten Kampf in Syrien bekannt haben. Der Ex-Soldat soll auch Fotos und Videos von sich mit schwerer Bewaffnung im Internet veröffentlicht haben, heisst es in einer Erklärung der US-Bundespolizei FBI. Auf seiner Facebook-Seite habe er zudem Israel-feindliche Kommentare gemacht. Ihm wird nun Verschwörung zum Einsatz von Waffen in Verbindung mit einer Terrororganisation vorgeworfen.

(sda/AFP)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch