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Ex-Spion wurde mit Nervenkampfstoff vergiftet

Am Sonntag wurde in Südengland ein Ex-Spion und seine Tochter vergiftet. Jetzt hat die Polizei bekanntgegeben, welcher Stoff eingesetzt wurde.

Der Chef der britischen Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley, bestätigt: Der russische Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter wurden Ziel eines Giftanschlags. Video: Tamedia/AP

Der frühere russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Yulia sind höchstwahrscheinlich Opfer von Nervengift geworden. Das teilte der Chef der britischen Anti-Terror-Einheit, Mark Rowley, in London mit. Die russische Regierung soll dahinter stehen.

Es werde wegen versuchten Mordes ermittelt. Die beiden seien «gezielt angegriffen» worden. Auch ein Polizeibeamter befinde sich inzwischen in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte Rowley am Mittwoch weiter.

Der Ex-Spion Sergej Skripal wurde kurz vor dem Anschlag von einer Überwachungskamera gefilmt.
Der Ex-Spion Sergej Skripal wurde kurz vor dem Anschlag von einer Überwachungskamera gefilmt.
ITN/AP, Keystone
Sicherheitszone in Salisbury ist erweitert worden: Ermittler in Schutzanzug. (6. März 2018)
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Steve Parsons, Keystone
Wurde geschlossen und untersucht: Eine Pizzeria in der Nähe, die mit dem Fall zu tun haben könnte.
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AFP
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Skripal und seine Tochter waren am Sonntag mit Vergiftungserscheinungen in der südenglischen Kleinstadt Salisbury bewusstlos aufgefunden worden. Sie kämpfen seitdem in einer Klinik um ihr Leben.

Schlagabtausch zwischen Moskau und London

Die Erkenntnisse der britischen Polizei dürften Spekulationen weiter anheizen, die russische Regierung könne ihre Hände bei dem mutmasslichen Giftanschlag im Spiel haben. Der Fall hatte zu einem diplomatischen Schlagabtausch zwischen Moskau und London geführt.

Der britische Aussenminister Boris Johnson hatte am Dienstag eine «angemessene und robuste» Reaktion angekündigt, sollte sich der Verdacht auf eine staatliche Rolle in dem Fall erhärten. Kein Versuch, auf britischem Boden unschuldiges Leben zu nehmen, werde ohne Sanktionen oder ungestraft bleiben, sagte Johnson kaum verhohlen an Moskau gerichtet.

Das Aussenministerium in Moskau warf den britischen Behörden eine russlandfeindliche Kampagne vor. Noch vor Klärung der Fakten würden Vorwürfe gegen Russland erhoben, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Mittwoch in Moskau.

SDA/fur

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