Ex-Freund von Whitney Houstons Tochter gestorben

Nick Gordon, dem vorgeworfen wurde, für den Tod von Bobbi Kristina verantwortlich gewesen zu sein, ist offenbar an einer Überdosis gestorben.

Bobbi Kristina Brown (l.) mit ihrem damaligen Freund Nick Gordon in Hollywood. (15. August 2012) Bild: Frazer Harrison/AFP

Bobbi Kristina Brown (l.) mit ihrem damaligen Freund Nick Gordon in Hollywood. (15. August 2012) Bild: Frazer Harrison/AFP

Der frühere Freund der 2015 verstorbenen Tochter von Whitney Houston, Bobbi Kristina Brown, ist nach Angaben seines Anwalts tot. Nick Gordon sei im Alter von 30 Jahren gestorben, teilte Anwalt Joe Habachy der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit.

Gordon war 2016 im Zusammenhang mit dem Tod seiner früheren Freundin, in deren Blut erhebliche Mengen von Drogen nachgewiesen wurden, zu einer millionenschweren Entschädigungszahlung verurteilt worden.

Zur Todesursache äusserte sich Habachy nicht. Er erklärte, es sei «herzzerreissend» gewesen, die «Zerstörung einer Gruppe junger Freunde durch die Drogensucht» miterlebt zu haben. Gordon habe in den vergangenen Jahren trotz aller Herausforderungen hart daran gearbeitet, «den Kopf hochzuhalten und nüchtern zu bleiben».

Auf Facebook hat Gordons Bruder Jack Walker jr. den Tod bestätigt: «Ich liebe dich so sehr, grosser Bruder», schrieb er. «Ich hoffe, du hast mich an deinem Bett reden hören, du bist bei mir und ich kann es fühlen. Ich liebe dich. Pass auf mich und deine Nichten auf.»

Das US-Magazin «People» veröffentlichte ein Statement von Gordons Bruder: «Nicks Kampf im Leben war nicht einfach. Ich werde für immer dankbar sein, dass mein Gott einen kleinen Moment am Ende von Nicks Leben gewährt hat und ich seine Hand halten konnte, als er ging». Laut «People» starb Gordon angeblich an den Folgen von Drogenmissbrauch.

Bobbi Kristina Brown war im Januar 2015 bewusstlos in einer Badewanne in ihrem Haus in Atlanta gefunden worden. Nach einem monatelangen Koma starb sie im Juli 2015. Gerichtsmediziner wiesen in ihrem Blut Marihuana, Alkohol, Kokain und Morphium nach. Ihre Mutter, US-Superstar Whitney Houston, war 2012 unter ähnlichen Umständen tot in einer Badewanne aufgefunden worden.

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2016 wurde Gordon wegen der «rechtswidrig herbeigeführten Tötung» der damals 22-jährigen Brown zu einer Entschädigungszahlung von mehr als 36 Millionen Dollar verurteilt.

Ein US-Gericht kam zu dem Schluss, dass Gordon seiner damaligen Freundin einen giftigen Cocktail verabreichte, der sie bewusstlos werden liess, und sie dann mit dem Gesicht nach unten in eine Wanne mit kaltem Wasser legte. Gordon habe zuvor mit einem Freund ein «Kokain- und Alkoholgelage» abgehalten und habe offenbar aus Eifersucht gehandelt.

Die Gerichtsmediziner hatten nicht klären können, ob Browns Tod ein Unfall war oder ob Fremdverschulden vorlag. Gegen ihren Freund Gordon, der sich damals im Haus aufhielt, gab es kein Strafurteil. Allerdings strengten die Verwalter von Browns Nachlass ein Zivilverfahren mit einer Schadenersatzklage gegen ihn an.

nag/sda

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