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Erwin Sperisen bleibt in Genf in Haft

Die U-Haft des Ex-Polizeichefs Erwin Sperisen, der in Guatemala aussergerichtliche Hinrichtungen veranlasst haben soll, wird um drei Monate verlängert. Es bestehe Fluchtgefahr.

Von der Genfer Polizei verhaftet: Erwin Sperisen, schweizerisch-guatemaltekischer Polizeichef. (Archivbild)
Von der Genfer Polizei verhaftet: Erwin Sperisen, schweizerisch-guatemaltekischer Polizeichef. (Archivbild)
AFP

Das Genfer Zwangsmassnahmengericht hat am Montag die Untersuchungshaft des guatemaltekischen Ex-Polizeichefs Erwin Sperisen um drei Monate verlängert. Der 42-jährige schweizerisch-guatemaltekische Doppelbürger war am letzten Freitag wegen des Vorwurfes des mehrfachen Mordes in Genf verhaftet worden.

Damit sei das Zwangsmassnahmengericht dem Antrag der Genfer Staatsanwaltschaft gefolgt, sagte am Montag Vincent Derouand, Mediensprecher der Genfer Justiz zur Nachrichtenagentur sda. Der Staatsanwalt machte Flucht- und Kollusionsgefahr geltend. Sperisens Anwalt hatte zuvor einen Antrag auf Haftentlassung für seinen Mandanten gestellt.

Potenzieller Drahtzieher von Hinrichtungen

Sperisen war von Juli 2004 bis März 2007 Chef der «Policía Nacional Civil» in Guatemala. Nach seinem Rücktritt als Polizeichef floh er im April 2007 nach Genf.

Die internationale Kommission gegen Straflosigkeit in Guatemala (CICIG) wirft Sperisen vor, Drahtzieher von aussergerichtlichen Hinrichtungen gewesen zu sein und zusammen mit anderen damaligen hohen Funktionären eine kriminelle Organisation gebildet zu haben.

Weil Sperisen als Doppelbürger nicht an Guatemala ausgeliefert werden kann, wird seit 2010 in Genf gegen ihn ermittelt.

SDA/fko

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