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Erdrutsche schliessen dutzende Personen ein

Die Auswirkungen des heftigen Gewitterzuges vom Montagabend sind auch am Tag danach noch spürbar gewesen. Mehrere Strassen waren am Dienstag unpassierbar.

Die Passstrasse über den Susten wurde auf der Urner Seite an drei Stellen von grösseren Rüfen verschüttet. Weil je rund 50 bis 80 Kubikmeter Material weggeräumt werden mussten, konnte die Strasse erst am Dienstagabend wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Erdrutsche verliefen glimpflich. Weder Menschen noch Fahrzeuge wurden verschüttet.

Hingegen mussten mehrere Personenwagen und ein Motorrad befreit werden, die zwischen den Rüfen blockiert waren. Seit Dienstagmittag wieder offen ist die Strasse über den Albulapass im Bündnerland, die bereits am Sonntag zwischen Bergün und Preda wegen Erdrutschen gesperrt werden musste.

24 Personen entlang des Klöntaler Sees eingeschlossen

Auch im schwyzerischen Muotathal hinterliess der Gewitterzug Schäden an Infrastruktur und Landwirtschaft. Mehrere Strassen, darunter die Verbindung ins Glarner Klöntal via Pragel und die Strasse in Richtung Stoos, waren am Dienstagabend noch nicht passierbar. Laut Angaben des Gemeinderates Muotathal wurde in der ganzen Gemeinde viel Kulturland überschwemmt.

Auf der Glarner Seite des Pragelpasses erlebten am Montagabend 24 Personen, die in Autos entlang des Klöntalersees unterwegs waren, dramatische Momente. Sie wurden während eines starken Gewitters von mehreren Erdrutschen eingeschlossen und mussten in einer aufwendigen Aktion evakuiert werden.

Die von der Umwelt abgeschnitten 20 Erwachsenen und vier Kinder wurden mit einem Boot und einem Helikopter aus ihrer misslichen Lage befreit. Verletzt wurde niemand, da keines der Autos von einer Rüfe erfasst worden war. Die Strasse entlang des Sees war auch am Dienstagabend noch gesperrt.

Rettung per Helikopter auch in Flums

Ebenfalls gerettet werden mussten 45 Personen, die nach dem heftigen Gewitter im Schilstal bei Flums SG von der Umwelt abgeschitten waren. Sie wurden am Dienstag mit Helikoptern nach Flums geflogen. Der Hauptteil der evakuierten Personen bestand aus einer Gruppe von zehn Erwachsenen und 18 Kindern, die sich in einem Zeltlager im Hinteren Schilstal aufhielt. Dazu kamen 17 Personen aus den benachbarten Alpen.

Im oberen Teil des Vierwaldstättersees im Gebiet zwischen Brunnen SZ, Rütli UR und Treib UR sammelte sich nach dem heftigen Gewitter vom Montagabend viel Schwemmholz an. Die Schwyzer Kantonspolizei rief deshalb die Bootsführer zur Vorsicht auf. Es werde noch einige Zeit dauern, bis das Material entfernt sei.

(SDA)

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