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Entführer türkischer Fähre trug Bombenattrappe

Ein Mann hat im Marmarameer bei Izmit ein Schiff entführt. Als die Polizei eingriff, sprangen mehrere Leute über Bord. Die Behörden sprechen von einem Terrorakt.

Wieder im sicheren Hafen: Die Passagiere verlassen die Fähre nach der Rettungsaktion in der Stadt Silivri. (12. November)
Wieder im sicheren Hafen: Die Passagiere verlassen die Fähre nach der Rettungsaktion in der Stadt Silivri. (12. November)
Reuters
Geschockt, aber heil: gerettete Passagiere im Hafen.
Geschockt, aber heil: gerettete Passagiere im Hafen.
Keystone
Aufregung in der Provinz Istanbul: Gouverneur Huseyin Avni Mutlu informiert in der Nacht auf Samstag die Medien. (11. November)
Aufregung in der Provinz Istanbul: Gouverneur Huseyin Avni Mutlu informiert in der Nacht auf Samstag die Medien. (11. November)
Keystone
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Der von türkischen Sicherheitskräften getötete Entführer einer Passagierfähre im Marmara-Meer war nicht mit einer echten Bombe bewaffnet, sondern trug eine Attrappe bei sich. Das sagte der Gouverneur der Provinz Kocaeli, Ercan Topaca, am Samstag der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Am Körper des Mannes sei ein Apparat bestehend aus Kabeln und einer bombenähnlichen Flasche gefunden worden, sagte Topaca. Der Gouverneur von Istanbul, Huseyin Avni Mutlu, hatte zuvor dem Privatsender NTV gesagt, der Entführer sei zwischen 28 und 30 Jahren alt gewesen und habe einen Sprengsatz bei sich gehabt.

Vermutlich ein Einzeltäter

Türkische Sicherheitskräfte stürmten das Schiff mit 24 Menschen an Bord am Samstagmorgen, töteten den Entführer und beendeten die Geiselnahme. Mutlu zufolge handelte es sich bei dem Attentäter um ein «Mitglied einer Terrororganisation» – eine Bezeichnung für Anhänger der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Er habe allein gehandelt.

Die Personenfähre «Kartepe» mit 24 Menschen an Bord war am frühen Freitagabend im Marmara-Meer auf dem Weg von Kocaeli nach Gölcük im Nordwesten des Landes gekapert worden. Verkehrsminister Binali Yildirim hatte zunächst von «vier oder fünf» Entführern gesprochen, bei denen es sich um kurdische Rebellen handeln sollte.

dapd/AFP/miw

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