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Zürcher Polizei sah bei renitentem Passagier «keine Gefährlichkeit»

Der Mann, der am Freitag in Näfels GL nach einem Beziehungsdelikt gestorben ist, löste tags zuvor am Flughafen Zürich einen Polizeieinsatz aus.

Der Mann war tags zuvor Auslöser eines Handgemenges auf dem Flug von Istanbul nach Zürich. Der Türke zwang Mitreisende, Joghurt zu essen, und hat schier endlos «Allahu Akbar» gerufen.
Der Mann war tags zuvor Auslöser eines Handgemenges auf dem Flug von Istanbul nach Zürich. Der Türke zwang Mitreisende, Joghurt zu essen, und hat schier endlos «Allahu Akbar» gerufen.
Leserreporter
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Die Tat ereignete sich am späten Abend im Hotel des Sportzentrums Linth-Arena in Näfels. Gemäss ersten Erkenntnissen kam es in einem Hotelzimmer des Sportzentrums zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Türken und der Schweizerin, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der Grund dieses Streits sei unklar.

Unklare Todesumstände

Andere Hotelgäste hörten Schreie und Lärm aus dem Zimmer, eilten zu Hilfe und trennten den unbewaffneten Angreifer und die schwer verletzte Frau, laut einem Polizeisprecher eine in der Schweiz eingebürgerte Türkin. Man gehe davon aus, dass der Mann körperliche Gewalt angewendet habe, sagte der Polizeisprecher.

Die Frau erlitt schwerste Augenverletzungen und Prellungen und wurde im Helikopter ins Universitätsspital Zürich geflogen. Sie konnte wegen ihrer Verletzungen noch nicht befragt werden. Der Mann verlor aus unbekannten Gründen das Bewusstsein und wurde reanimiert, bis ein Ambulanzteam eintraf. Er verstarb noch vor Ort.

Noch geklärt werden muss, unter welchen Umständen der Mann starb. Dabei werde auch untersucht, ob er Drogen, Medikamente oder Alkohol zu sich genommen habe, schrieb die Polizei. Laut Sprecher Daniel Menzi soll der Leichnam des Mannes obduziert werden. Resultate seien frühestens in ein paar Tagen zu erwarten.

Auffälliges Benehmen im Flugzeug

Ermittlungen ergaben, dass der 30-jährige Türke am Donnerstag aus Istanbul in die Schweiz geflogen war. Während des Fluges nach Zürich hat er sich psychisch auffällig verhalten, wie Redaktion Tamedia berichtete. Der Türke hatte Mitreisende gezwungen haben, Joghurt zu essen und hatte schier endlos «Allahu Akbar» gerufen. Nach Angaben der Zürcher Kantonspolizei wurde die Polizei von der ausländischen Flugzeug-Crew – es handelte sich dabei um einen Flug der Turkish Airlines – wegen eines renitenten Mannes an Bord alarmiert.

Nach der Landung am späten Abend begaben sich mehrere Polizisten ins Flugzeug. Die Besatzung hatte den Mann für die Landung an einem Sessel festgebunden. Er hatte nach Polizeiangaben «offensichtlich ein medizinisches und allenfalls ein psychisches Problem». Hinweise darauf, dass er gefährlich sein könnte, gab es nicht. Auf Fragen der Polizisten reagierte der in den USA wohnhafte Türke nicht. Weil er mehrere Male das Bewusstsein verlor, wurde er von einem Sanitätsteam in ein Spital gebracht.

Die Glarner Polizei geht davon aus, dass die Bluttat in Näfels ein Beziehungsdelikt war. Die Frau und der Mann hätten sich gekannt, sagte Polizeisprecher Menzi. Die im Kanton Glarus wohnhafte Frau habe den Mann nach dessen Spitalaufenthalt im Kanton Zürich abgeholt.

Zum Hintergrund des Täters, dem Hergang der Tat und dem Tatmotiv wurden weitere Ermittlungen aufgenommen.

SDA

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