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Ein bisschen London in Berlin

Eine Serie von Anschlägen auf teure Autos in der deutschen Hauptstadt hat einen vorläufigen Höhepunkt erreicht. Der Staatsschutz tappt im Dunkeln, die lokale Presse hat jedoch einen Verdächtigen ausgemacht.

Die Serie von Brandanschlägen wird intensiver: Anwohner betrachten einen ausgebrannten Mercedes und einen zerstörten Smart in Berlin-Charlottenburg. (16 August 2011)
Die Serie von Brandanschlägen wird intensiver: Anwohner betrachten einen ausgebrannten Mercedes und einen zerstörten Smart in Berlin-Charlottenburg. (16 August 2011)
Keystone
Ein ausgebrannter Wagen in Berlin Zehlendorf. (11. August 2011)
Ein ausgebrannter Wagen in Berlin Zehlendorf. (11. August 2011)
Keystone
Ein weiterer Wagen in Berlin Zehlendorf. In der Nacht auf den 11. August wurden neun Autos in Zehlendorf und Steglitz ein Opfer der Flammen. (11. August 2011)
Ein weiterer Wagen in Berlin Zehlendorf. In der Nacht auf den 11. August wurden neun Autos in Zehlendorf und Steglitz ein Opfer der Flammen. (11. August 2011)
Keystone
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Gegen 23 Uhr brannte in Berlin Spandau ein Lastwagen. Kurz darauf gingen in Charlottenburg Wagen in Flammen auf, später brannten auch Autos im zentralen Friedrichshain. Insgesamt standen in der Nacht auf heute 15 Fahrzeuge in Flammen, darunter neben dem Lastwagen auch ein Wohnwagen und ein Motorroller. Oft wurden weitere, in der Nähe stehende Autos beschädigt.

Bereits in der Nacht davor brannten elf Wagen. Auffallend ist laut «Welt online», dass sich die Fälle nicht mehr auf «die typischen Viertel von linksextremen Gewalttätern» beschränken. Das Fazit der «Welt»: «Einen sicheren Stadtteil gibt es nicht mehr.» Die Brände scheinen aber nicht einen Charakter wie bei den jüngsten Krawallen in Grossbritannien mit Dutzenden oder gar Hunderten von Beteiligten zu haben.

«Wie an einer Perlenschnur»

Die Polizei hat offenbar noch keine Spur, wer hinter den Anschlägen stecken könnte. Die Ermittler gehen jedoch von politisch motivierter Brandstiftung aus. Deshalb hat auch der Staatsschutz die Fälle übernommen. Die Anschläge seien «wie an einer Perlenschnur» verübt worden, zitiert der «Tagesspiegel» Sicherheitsexperten. Aufgrund der räumlichen Nähe sei eine Serientat wahrscheinlich. Die Suche mit Helikoptern und Wärmebildkameras brachte bislang keinen Erfolg. Auf Hinweise ist eine Belohnung von bis zu 5000 Euro ausgesetzt.

Einen Verdächtigen gibt es jedoch. Laut dem «Tagesspiegel» handelt es sich um einen Mann, der eben erst aus der Untersuchungshaft entlassen wurde. Die Polizei hatte ihn am 10. Juni nach einer Brandserie mit einem Komplizen und einem Beutel voll Grillanzündern verhaftet. Der Anwalt des 43-Jährigen weist die Anschuldigungen jedoch zurück und betont, dass auch bezüglich des 10. Juni nur ein Anfangsverdacht gegen seinen Mandanten bestehe.

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