Zum Hauptinhalt springen

Dutzende Verkehrsunfälle wegen Schnee und Eis

Der Traum von weissen Weihnachten ist dieses Jahr in Erfüllung gegangen. Doch die weisse Pracht hat ihre Tücken: Auf den Strassen kam es zu etlichen Unfällen. In Syens VD kam ein 30-Jähriger ums Leben.

Des Autofahrers Horror: Viel Schnee, schlechte Sicht und rutschige Strassen.
Des Autofahrers Horror: Viel Schnee, schlechte Sicht und rutschige Strassen.
Keystone

Die Schattenseite der Bilderbuch-Schweiz zeigte sich auf den Strassen. Schnee und Schichten von Schneematsch führten vielerorts zu Unfällen mit Verletzten und viel Blechschaden.

In Syens VD kam am Weihnachtsmorgen ein 30-jähriger Autofahrer ums Leben. Gemäss Mitteilung der Waadtländer Kantonspolizei hatte er auf der Strasse zwischen Lausanne und Bern in hohem Tempo ein anderes Auto überholt. Er verlor die Kontrolle über seinen Wagen, worauf sich das Auto überschlug und neben der Strasse auf dem Dach zum Stillstand kam. Die Feuerwehr konnte den Mann nur noch tot bergen.

Glück im Unglück hatte ein 20-jähriger Urner, der auf der schneebedeckten Klausenstrasse unterwegs war. Wie die Kantonspolizei Uri mitteilte, geriet er aus ungeklärten Gründen auf die linke Strassenseite, fuhr gegen einen Kolonnenstein und stürzte acht Meter den Abhang hinunter. Er überlebte verletzt und wurde mit der Ambulanz ins Spital gebracht.

Autofahrer auf Tramschiene unterwegs

Bereits an Heiligabend hatte der Winter auf der Strasse zu etlichen Unfällen geführt. So krachte es im Kanton Graubünden über 20 Mal. Vier Personen wurden verletzt, bei den anderen Kollisionen blieb es bei Blechschaden.

Beim Bareggtunnel im Kanton Aargau krachte es am Freitagnachmittag gleich zweimal. Kurz vor 14 Uhr fuhren fünf Autos aufeinander auf und nach 17 Uhr stiessen im Tunnel zwei Autos zusammen. Der Verursacher scherte sich dabei nicht um den Unfall und machte sich aus dem Staub. Die Polizei konnte den 30-jährigen Deutschen am Abend ausfindig machen und ihm den Führerausweis abnehmen.

Zuvor waren am Baregg wegen des stockenden Verkehrs fünf Autos ineinander gefahren, weil sie nicht rechtzeitig abbremsen konnten. Zeitweise sei es zu einem Rückstau auf der Autobahn von über 10 Kilometern gekommen, teilte die Kantonspolizei Aargau am Samstag mit.

Fünf Verletzte m Kanton St. Gallen

Doch Autofahrer können nicht nur im Schnee rutschen oder steckenbleiben, wie das Beispiel eines 68-Jährigen zeigt. Er hatte ein Signal missachtet und war beim Bahnhof Dornach SO aufs Tramtrassee geraten. Der Polizei gab er Folgendes zu Protokoll: Er habe gewusst, dass weiter vorne wieder eine Asphaltstrasse komme, und wollte deshalb noch ein Stück auf dem Schotterbett weiterfahren. Seine Rechnung ging jedoch nicht auf: Nach 300 Metern Fahrt sanken die Vorderräder im Schotter ein, und das Auto blieb stecken. Es wurde - unbeschädigt - durch ein Tram zum Bahnhof Dornach zurückgezogen.

Dem Schienenverkehr konnte das Schneetreiben kaum etwas anhaben. Einzig zwischen Lausanne und Palézieux VD war die Strecke am Samstagabend unterbrochen. Trotz der winterlichen Verhältnisse seien die Züge «reibungslos gerollt», sagte SBB-Sprecher Roman Marti auf Anfrage der SDA. Vereinzelt waren die Züge verspätet unterwegs.

In der Stadt Zürich setzte der Schnee vor allem den Bussen zu. Auf den Bergstrecken fuhren sie am Samstag nur unregelmässig, wie die Verkehrsbetriebe mitteilten. Sie empfahl, auf das Tram umzusteigen.

SDA/pbe

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch