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Zahl der Toten steigt auf 16

Hurrikan «Michael» hat in Florida eine grossflächige Zerstörung angerichtet und ganze Ortschaften dem Erdboden gleich gemacht.

Schneise der Verwüstung: Hurrikan Michael hat in Florida gewütet. (Video: SDA/Tamedia)

Nach neusten Angaben der Behörden sind durch Hurrikan «Michael» mindestens 16 Menschen getötet. Mit Suchhunden durchsuchten die Rettungskräfte die Trümmer, die der Wirbelsturm hinterlassen hat. Auch Planierraupen und anderes schweres Gerät kam zum Einsatz. Allein am Freitag seien drei Leichen gefunden worden, hiess es. Es wird damit gerechnet, dass die Zahl der Toten weiter steigt, weil bislang noch keine Informationen aus den am stärksten getroffenen Ortschaften an der Küste vorliegen.

«Michael» war am Mittwoch in der Nähe des Ortes Mexico Beach in Florida auf Land getroffen - als Hurrikan der Kategorie vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Er lag damit nur knapp unter der höchsten Kategorie fünf.

Es war nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes der stärkste Hurrikan, der diesen Teil Floridas seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 getroffen hat.

In den Trümmern werden noch weitere Todesopfer vermutet: Rettungskräfte stehen vor einem gestrandeten Boot in Mexico Beach, Florida. (16. Oktober 2018)
In den Trümmern werden noch weitere Todesopfer vermutet: Rettungskräfte stehen vor einem gestrandeten Boot in Mexico Beach, Florida. (16. Oktober 2018)
Scott Olson/Getty Images, AFP
Stärkster Wirbelsturm seit 1992: Hurrikan Michael hat Tod und Zerstörung nach Florida gebracht.
Stärkster Wirbelsturm seit 1992: Hurrikan Michael hat Tod und Zerstörung nach Florida gebracht.
Dan Anderson/EPA, Keystone
Auch in der kubanischen Metropole Havanna ist Michael spür- und sichtbar gewesen.
Auch in der kubanischen Metropole Havanna ist Michael spür- und sichtbar gewesen.
Ramon Espinosa (AP), Keystone
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«Michael» zog danach weiter nach Georgia, wo er vom Hurrikan zu einem tropischen Sturm heruntergestuft wurde. Er streifte Alabama, bevor er weiterzog über South Carolina, North Carolina, Virginia und Delaware.

Auf den Atlantik zurückgezogen

Inzwischen ist der Sturm über dem Atlantik. Das Nationale Hurrikan-Zentrum hob alle Sturmwarnungen für die USA im Zusammenhang mit «Michael» auf.

Nach Angaben von US-Medien und Behörden waren am Freitagmorgen insgesamt mehr als 1,5 Millionen Anschlüsse in den betroffenen Bundesstaaten ohne Strom. Die Katastrophenschutzbehörde in Virginia meldete alleine 520'000 Stromausfälle und 1200 gesperrte Strassen.

Der Sturm hinterliess grossflächige Zerstörung. Einzelne Ortschaften wurden in weiten Teilen zerstört, Häuser stürzten ein, Bäume knickten reihenweise um. Das ganze Ausmass der Schäden zeichnet sich nur nach und nach ab.

Das Nationale Hurrikan-Zentrum hatte vor meterhohen Sturmfluten gewarnt. Doch der Sturm gewann unerwartet schnell an Stärke, und viele Menschen brachten sich nicht rechtzeitig in Sicherheit. Viele Überlebende stehen nun vor den Trümmern ihrer Existenz.

Grossflächige Zerstörung

Im kleinen Ort Mexico Beach, wo der Sturm als erstes auf die Küste getroffen war, zeigte sich ein Bild grossflächiger Zerstörung.

Rettungskräfte drangen erst nach und nach zu den betroffenen Gebieten durch, um dort nach Verletzten zu suchen und Menschen mit Strom, Wasser und Essen zu versorgen. Diese Einsätze hätten nun die absolute Priorität, sagte Floridas Gouverneur Rick Scott. «Dieser Hurrikan war ein Monster.» Er habe schier unfassbare Zerstörung hinterlassen.

Auch US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag in Washington gesagt, der Hurrikan habe gewaltige Schäden angerichtet. Einen derart gewaltigen Hurrikan und eine solch massive Zerstörung habe das Land selten erlebt. Die Regierung stehe permanent in Kontakt mit den Verantwortlichen in den betroffenen Staaten. «Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um denen zu helfen, die Hilfe brauchen», versicherte er. Man werde nicht ruhen, «bis der Job erledigt ist».

Erst Mitte September hatte Tropensturm «Florence» die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch «Florence» und die Folgen des Sturms ums Leben.

sda/afp/fal/oli

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