Zum Hauptinhalt springen

Drillinge heissen Jerusalem, Hauptstadt und Palästina

Die USA wollen Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Statt gegen den Entscheid auf die Strasse zu gehen, protestiert ein Paar aus dem Gazastreifen auf seine Weise.

Die Drillinge der Familie al-Saiqli heissen Quds (arabisch für Jerusalem), Palestine und Capital (v.r.).
Die Drillinge der Familie al-Saiqli heissen Quds (arabisch für Jerusalem), Palestine und Capital (v.r.).
SAID KHATIB, AFP
Dalal al-Saiqli posiert mit ihren jüngeren Geschwistern im Zuhause der Familie im Dorf Chan Junes im Gazastreifen.
Dalal al-Saiqli posiert mit ihren jüngeren Geschwistern im Zuhause der Familie im Dorf Chan Junes im Gazastreifen.
SAID KHATIB, AFP
Die Eltern Islam (l.) und Nidal al-Saiqli protestieren mit den Namen für ihre Drillinge gegen den Entscheid der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels zu anerkennen.
Die Eltern Islam (l.) und Nidal al-Saiqli protestieren mit den Namen für ihre Drillinge gegen den Entscheid der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels zu anerkennen.
SAID KHATIB, AFP
1 / 3

Auf die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zur Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt haben viele Palästinenser mit Strassenprotest reagiert. Ein junges Paar in Chan Junes im Gazastreifen hatte eine andere Idee: Islam al-Saikli und ihr Mann Nidal nannten ihre im Dezember geborenen Drillinge Jerusalem, Hauptstadt und Palästina.

Dies teilte die 25-jährige Mutter der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. Der 30-jährige Vater der Babys bekräftigte: «Trumps Entscheidung hat keinerlei Wert. Jerusalem ist die ewige Hauptstadt der Palästinenser.» Die Drillinge - die beiden Jungen Jerusalem und Palästina sowie das Mädchen Hauptstadt - wurden zwei Wochen nach Trumps Entscheidung geboren.

Mit Armut und Gewalt zu kämpfen

Ihre Eltern haben unterdessen mit ganz profanen Problemen zu kämpfen: Die Blockade des Gazastreifens durch Israel und Ägypten, Armut und Gewalt. Nidal al-Saikli ist arbeitslos, und seine Frau weiss oft nicht, woher sie das Geld für Milch und Windeln nehmen soll.

Trump hatte mit seinem Schritt internationale Kritik auf sich gezogen und wütende Proteste vor allem in muslimischen Ländern ausgelöst. Der US-Präsident brach mit einem jahrzehntelangen internationalen Konsens, wonach der Status von Jerusalem erst in einer Friedensvereinbarung mit den Palästinensern festgelegt werden soll.

Israel hatte im Sechs-Tage-Krieg 1967 den von Palästinensern bewohnten Ostteil Jerusalems samt der historischen Altstadt besetzt und 1980 annektiert. Die Uno erkennt die Annexion Ost-Jerusalems nicht an. Die Palästinenser beanspruchen Ost-Jerusalem als Hauptstadt eines künftigen Palästinenserstaats.

SDA/scl

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch