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Drei Tote bei Explosion vor Kinderklinik

Eine Gasexplosion hat in Mexiko-Stadt grosse Teile einer Kinderklinik einstürzen lassen. Unter den Toten und Verletzten befinden sich mehrere Neugeborene.

Offenbar befanden sich zum Zeitpunkt der Detonation 110 Menschen in der Klinik: Rettungskräfte in den Trümmern des Spitals.

Eine Gasexplosion vor einer Geburts- und Kinderklinik in Mexiko-Stadt hat zwei Babys und eine Krankenschwester in den Tod gerissen. Wie die Behörden mitteilten, starb das zweite Kleinkind in der Nacht zum Freitag in einem weiteren Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Die 25-jährige Frau und das weitere zwei bis drei Wochen alte Baby waren direkt von der Detonation getötet worden. Mehr als 70 Menschen trugen Verletzungen davon, darunter 21 Neugeborene. Drei Viertel der Klinik stürzten ein.

Neun Babys und sieben Erwachsene befänden sich in einem ernsthaften Zustand, sagte der Gesundheitssekretär der mexikanischen Hauptstadt, Armando Ahued. Die Explosion ereignete sich nach Behördenangaben, als ein Tanklastzug eine routinemässige morgendliche Gaslieferung an die Krankenhausküche machte. Dabei trat Gas durch ein Leck aus.

Über 100 Menschen in der Klinik

Augenzeugen berichteten davon, dass sich eine grosse Gaswolke bildete, als Arbeiter verzweifelt versuchten, das Loch zu reparieren. «Der Schlauch brach. Die zwei Gasarbeiter versuchten es zu stoppen, aber sie waren sehr nervös», sagte die Labortechnikerin Laura Diaz Pacheco.

Die meisten der Menschen wollten zum Schutz zunächst in die Klinik gehen, weil das Gas schliesslich draussen gewesen sei, berichtete Diaz Pacheco. Dann wurde mit der Evakuierung des Krankenhauses begonnen, bevor eine Explosion einen riesigen Feuerball und Rauch erzeugte. Verletzte Mütter trugen Augenzeugenberichten zufolge ihre Babys aus dem Gebäude. Nach offiziellen Angaben befanden sich zum Zeitpunkt der Detonation 110 Menschen in der Klinik.

Der Anwohner Ismael Garcia sagte, die Explosion sei gewaltig gewesen und alles habe Feuer gefangen. Ihm sei gesagt worden, der Lastzug sei explodiert, als er mit der Küche verbunden gewesen sei. Er und andere seien in das Krankenhaus gerannt und dort in die Säuglingsstation geeilt. «Zum Glück haben wir es geschafft, acht Babys herauszuholen», sagte er.

Nach Angaben auf einer amtlichen Webseite verfügte die 1993 gegründete städtische Klinik über 35 Betten. Sie befand sich in einem dicht besiedelten Mittelschichtviertel direkt neben einer Schule.

SDA/kpn

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