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Diese Männer flogen in Rekordzeit zur ISS

50 Stunden dauerte es bislang, um von der Erde auf die internationale Raumstation ISS zu gelangen. Zwei Russen und ein Amerikaner erprobten ein neues Manöver – und verkürzten die Reisezeit auf sechs Stunden.

Mit der «Sojus»-Kapsel einen neuen Rekord aufgestellt: Der russische Kosmonaut Pawel Winogradow (links) und der US-Astronaut Chris Cassidy vor dem Abflug zur ISS. (28. März 2013)
Mit der «Sojus»-Kapsel einen neuen Rekord aufgestellt: Der russische Kosmonaut Pawel Winogradow (links) und der US-Astronaut Chris Cassidy vor dem Abflug zur ISS. (28. März 2013)
Keystone

Premiere im Weltall: Erstmals hat eine bemannte «Sojus»-Kapsel in nur sechs statt 50 Stunden die internationale Raumstation ISS erreicht. Damit haben die drei Raumfahrer an Bord – zwei Russen und ein Amerikaner – gemeinsam Geschichte geschrieben.

In der Rekordzeit von nur sechs Stunden hat eine «Sojus»-Kapsel mit drei Astronauten an Bord die internationale Raumstation ISS erreicht. Bisher hatte das zwei Tage gedauert. Das neue Manöver mit nur vier Umlaufbahnen war zuvor erfolgreich von drei unbemannten russischen «Progress»-Raumtransportern erprobt worden.

«Hallo, ist jemand Zuhause?»

Die Kapsel mit den beiden russischen Kosmonauten Pawel Winogradow und Alexander Missurkin sowie dem amerikanischen Astronauten Chris Cassidy dockte um 3.29 Uhr MEZ am russischen Forschungsmodul «Rasswet» an, als die ISS gerade über dem Pazifik vor der Küste Perus war. «Es ist ein so schöner Anblick, ich traue kaum meinen Augen», sagte der 59-jährige Weltraumveteran Winogradow, der bereits 1997 und 2006 im All war, dem Sender Nasa TV.

Etwa zwei Stunden später öffneten sich die Verbindungsluken. «Hallo, ist jemand Zuhause?», scherzte Winogradow. Mit der Ankunft der drei Neuen halten sich wieder sechs Raumfahrer in der ISS auf. Winogradow und seine beiden Kollegen Missurkin und Cassidy wurden mit Jubel und Umarmungen von den Besatzungsmitgliedern empfangen, die bereits seit Dezember in der ISS leben und arbeiten. Die Neuankömmlinge sollen fünf Monate im All bleiben.

Kurz nach ihrer Ankunft nahmen sie Kontakt zum Flugkontrollzentrum bei Moskau auf und sprachen mit Freunden und Verwandten. «Du bist ein Star! Ich bin wirklich stolz auf dich!», sagte Missurkins Mutter unter Tränen. Für den 35-Jährigen ist es der erste Aufenthalt im All.

In einer Pressekonferenz vor dem Start vom Weltraumbahnhof in Baikonur in Kasachstan hatte Winogradow erklärt, der kürzere Flug werde die Besatzung weniger ermüden. Russische Kosmonauten hatten in der Vergangenheit die 50-stündige Fahrt zur ISS in der engen «Sojus»-Kapsel als besonders strapaziös beschrieben.

(AP)

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