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Die Schweiz versinkt im Regen

Eine Kaltfront zieht über die Schweiz. Im Tessin ist es zu heftigen Niederschlägen gekommen. In anderen Regionen hält der Regen bis in die Morgenstunden an.

Ein Bagger räumt nach einem heftigen Gewitter in Herisau AR ein Bachbett aus.
Ein Bagger räumt nach einem heftigen Gewitter in Herisau AR ein Bachbett aus.
Keystone
Die A2 im Tessin musste gesperrt werden.
Die A2 im Tessin musste gesperrt werden.
Urs Rettenmund, Leserreporter
Unwetter im Berner Oberland vor zwei Tagen: Ein Blitz schlägt in Ufernähe in den Thunersee ein.Leser-Reporter:
Unwetter im Berner Oberland vor zwei Tagen: Ein Blitz schlägt in Ufernähe in den Thunersee ein.Leser-Reporter:
Philippe Gyarmati, Leserreporter
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Am frühen Abend wurden im Tessin bis 80 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, wie Klaus Marquardt von Meteonews gegenüber Redaktion Tamedia berichtet. Der Niederschlagsschwerpunkt verlegte sich später in den Osten des Landes.

Besonders im Appenzell, wo ohnehin schon die Böden vollgesogen sind, kam es zu starken Regenfällen. Die Niederschläge werde vor allem in den östlichen Regionen bis in die Morgenstunden anhalten. Im Westen haben die Niederschläge hingegen nachgelassen.

Die grossen Flüsse können die Wassermassen laut dem Meteorologen Felix Baum von Meteonewswohl ohne grössere Probleme abführen. «In den Voralpen werden aber Bäche über die Ufer treten und Hänge ins Rutschen kommen», sagt er. Auf der A2 in im Tessin kam es zu Murgängen. Ein Teilstück war teilweise unbefahrbar.

Am Donnerstag soll es trocken bleiben

Eine Entspannung der Lage sagt Felix Blum von Meteonews für die zweite Nachthälfte voraus. Er rechnet mit Temperaturen am frühen Morgen von 17 bis 19 Grad und tagsüber 22 bis 23 Grad, im Osten bis 25 Grad. Die Nullgradgrenze liegt 3800 Meter. Im Tagesverlauf sollte es am Donnerstag trocken bleiben.

Heftige Gewitter haben in der Nacht auf Mittwoch über Teilen der Schweiz gewütet. Betroffen vom Gewitterzug war das Mittelland. Schwer beschädigt wurde der Platz des Heitere Openairs in Zofingen.

Hohe Schadenssumme

Die privaten Versicherungen hätten wegen der Unwetter seit Ende Juni mit Sicherheit 100 Millionen Franken zu tragen, sagte Michael Wiesner, Sprecher des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV), auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Weil laufend weitere Schadenmeldungen eingingen, dürfte sich der grob geschätzte Betrag noch erhöhen.

Einen Rekord bedeute die Serie von Unwettern aus Sicht des SVV bisher nicht, sagte Wiesner. Nach den schweren Unwettern im August 2005 hätten die privaten Versicherungen 1,3 Milliarden Franken übernehmen müssen. In 17 Kantonen gab es damals Hochwasser; am schwersten getroffen wurden der Kanton Bern und die Innerschweiz.

Im SVV sind private Versicherungen organisiert, die in sieben Kantonen Gebäude versichern sowie landesweit Autos, Inventare, Hausrat und Betriebsunterbrüche. Die genannten rund 115 Millionen Franken entsprechen daher lediglich einem Teil der gesamten Unwetterschäden. Die kantonalen Gebäudeversicherungen der übrigen 19 Kantone konnten noch keine Angaben zu den Schadensummen machen. Auch noch nicht beziffert sind die Schäden zu Lasten der öffentlichen Hand.

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