Zum Hauptinhalt springen

«Die Politiker sind vorsichtiger – wegen Strauss-Kahn»

Ist das WEF für hiesige Escort-Anbieter ein grosses Geschäft? Drei Agenturinhaber geben Auskunft.

Wo sich die Schwerreichen und Mächtigen dieser Welt treffen, ist das Geschäft mit der Liebe nicht weit. Ergo müsste das Escort-Business in Davos derzeit boomen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Der Grundtenor der führenden Anbieter: Die WEF-Teilnehmer konzentrieren sich auf die Meetings.

Auf Anfrage von Redaktion Tamedia sagen die Geschäftsführer zweier Zürcher Escort-Agenturen, dass tatsächlich keine Buchungen aus dem Bündnerland vorlägen. Wenn, dann würden erfahrungsgemäss Anbieter vor Ort angefragt. Überhaupt sei in den letzten Jahren während der WEF-Tage wenig los gewesen. Deshalb habe man auch auf eine aktive Bewerbung der Dienstleistungen verzichtet.

Zeit der Escort-Services und leichten Damen vorbei

Aber auch im Bündnerland löst der politische Grossanlass praktisch keine erhöhte Nachfrage nach käuflicher Liebe aus. Ein führender Anbieter aus Chur spricht von «Sparlust». Das sei vor fünf Jahren noch deutlich anders gewesen. Damals habe seine Agentur zwischenzeitlich keine Buchungen mehr entgegengenommen, sagt der Inhaber einer Escort-Agentur. Die diesjährige Baisse führt er auf den jüngsten Sex-Skandal des ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn zurück. Politiker seien heute vorsichtiger. Dafür fänden sich Vertreter der Wirtschaft auf der Kundenliste. Diese würden sich allerdings zunehmend «geiziger» verhalten. Vielen seien die teuren Anreisekosten der Frauen zu hoch. Deshalb gingen die Buchungen auch in diesem Kundensegment zurück.

Und was sagen die Hotelmanager vor Ort? Mussten ihre Concierges vermehrt nachts zum Hörer greifen, um entsprechende Wünsche zu ordern? «Nein», sagt eine Davoser Hotelmanagerin eines Fünfsternehotels. Die Frau arbeitet seit zehn Jahren in Davos und hat schon verschiedene Luxushotels geführt. Während ihrer Karriere musste sie noch nie Escort-Damen organisieren. Das würden die Gäste in der Regel in Eigenregie erledigen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch