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Die Marke «Lindt» in den Welt-Headlines

Das Lindt-Café in Sydney, in dem sich ein Geiselnehmer verschanzt, ist eines von acht derartigen Lokalen in Australien. Inzwischen hat das Unternehmen eine Mitteilung publiziert.

Hätten ihre Leben gerettet werden können? Die Bilder der getöteten Geiseln von Sydney in einem Blumenmeer. (18. Dezember 2014)
Hätten ihre Leben gerettet werden können? Die Bilder der getöteten Geiseln von Sydney in einem Blumenmeer. (18. Dezember 2014)
Reuters
Laut dem australischen Premierminister Tony Abbott ein «tief verstörtes Individuum»: Man Haron Monis, der Geiselnehmer im Lindt-Café von Sydney, hier in einer Archivaufnahe vom 18. April 2011.
Laut dem australischen Premierminister Tony Abbott ein «tief verstörtes Individuum»: Man Haron Monis, der Geiselnehmer im Lindt-Café von Sydney, hier in einer Archivaufnahe vom 18. April 2011.
AAP Image, Dean Lewins, Keystone
Die Menschen von Sydney verfolgen hinter der Polizeiabsperrung die Geiselnahme. (15. Dezember 2014)
Die Menschen von Sydney verfolgen hinter der Polizeiabsperrung die Geiselnahme. (15. Dezember 2014)
Reuters
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Seit Stunden wird eine unbekannte Anzahl Menschen in Sydney von einem Geiselnehmer festgehalten (Live-Ticker zu den aktuellen Geschehnissen). Viele von ihnen befanden sich wohl auf dem Weg zur Arbeit oder zum Weihnachtsshopping und wollten sich im Lindt-Café einen morgendlichen Kaffee kaufen, als ein bewaffneter Unbekannter das Lokal stürmte. Warum er sich gerade dieses Café aussuchte, ist nicht bekannt.

Auf der Facebook-Seite «Lindt Chocolate Cafe Australia» wurde ein Statement veröffentlicht, in dem sich die Betreiber des Cafés für die Unterstützung bedanken. «Wir sind tief besorgt über diesen ernsten Vorfall, und in unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei den Mitarbeitenden und den Kunden, ihren Freunden und ihren Familien.» Dieselbe Erklärung publizierte Lindt kurz vor Mittag auf der konzerneigenen Homepage.

Beitrag von Lindt Chocolate Cafe Australia.

Seit 2004 in Australien

Der Shop des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt befindet sich am Martin Place mitten im zentralen Finanzviertel CBD, wo täglich Tausende Menschen zu ihren Arbeitsplätzen in den umliegenden Büros strömen. Es ist eines von acht Lindt-Cafés in Australien, drei davon liegen in Sydney. Lindt betreibt die Cafés nach eigenen Angaben seit 2004, «um die Lindt-Marke ‹Down Under› zu zelebrieren» und zu etablieren.

Das australische Café-Konzept ist einzigartig. In den USA beispielsweise setzt Lindt auf ein Boutique-Konzept, um die Marke zu bewerben, in Tokio betreibt die Firma einen «Schokoladenmarkt».

Der Name Lindt ist nun in aller Munde, und das in einem denkbar ungünstigen Zusammenhang. Was bedeutet das für das Unternehmen? Nicht viel, glaubt Cary Steinmann, Marketingprofessor an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Mit der Firma Lindt habe dieser Überfall nichts zu tun, «es hätte genauso gut eine Starbucks-Filiale treffen können. Die Kunden wissen das und können durchaus differenzieren.» Steinmann empfiehlt Lindt, sich zurückzuhalten und die Geschehnisse nicht zu kommentieren, solange deren Ausgang ungewiss ist.

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