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Die Endeavour ist zum letzten Mal gestartet

Der Flug der US-Raumfähre musste aus technischen Gründen schon mehrmals verschoben werden – heute war es aber so weit.

Die US-Raumfähre «Endeavour» hat am Montag ihren letzten Flug ins Weltall angetreten. Das Shuttle startete am Morgen (Ortszeit) in Cape Canaveral im US-Staat Florida. Geleitet wird die Mission vom NASA-Astronauten Mark Kelly, dem Ehemann der im Januar bei einem Attentat schwer verletzten US-Kongressabgeordneten Gabrielle Giffords. Die Politikern verfolgte den Start der «Endeavour» vom Kennedy Space Center in Florida aus.

Bis zu 45.000 Zuschauer waren vor Ort, um die «Endeavour» auf ihre 25. und letzte Reise ins All zu schicken. Es war der zweite Startversuch des Shuttles. Ursprünglich sollte die «Endeavour» bereits vergangenen Monat zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen. Allerdings verhinderte ein Problem mit der Elektrik den Start.

Auf der Suche nach Antimaterie

Neben Mark Kelly sind vier weitere Amerikaner sowie ein italienischer Astronaut an Bord. Sie sollen die Raumstation am Mittwoch erreichen. Dorthin transportieren sie ein zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) teures magnetisches Instrument, das Antimaterie und schwarze Löcher ausfindig machen soll.

«Es liegt in der DNA unseres grossartigen Landes, dass wir zu den Sternen fliegen und diese erkunden», sagte Mark Kelly vor dem Abflug. Der Astronaut hatte sich bereits am Sonntag persönlich von seiner Frau verabschiedet, die derzeit in einer Reha-Klinik im texanischen Houston behandelt wird. Sie hatte bei einem Amoklauf im US-Staat Arizona einen Kopfschuss erlitten, sechs Menschen waren damals ums Leben gekommen. Bei ihrem Besuch im Raumfahrtzentrum in Florida wurde Giffords, wie die anderen Angehörigen der Astronauten auch, von den Kameras abgeschirmt.

Nach 30 Jahren ist im Sommer Schluss

Die «Endeavour» war am 7. Mai 1992 zu ihrem Erstflug gestartet. Im Juli soll voraussichtlich auch die «Atlantis» als letzte dann noch verbliebene US-Raumfähre ihren finalen Flug antreten. Danach wird das Shuttle-Programm nach 30 Jahren und insgesamt 135 Missionen aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt.

dapd/miw

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