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Der neuste Trick der Bancomaten-Betrüger

Bislang liess sich Skimming an den Bancomaten mittels verdeckter Codeeingabe verhindern. Doch nun montieren Kriminelle bereits eigene Kartenlesegeräte im Innern der Bancomaten, wie «10vor10» berichtet.

Polizei und Banken sind alarmiert: Im Kanton Basel-Landschaft haben Kriminelle in vier Fällen alle Sicherheitsvorkehrungen an Bancomaten überlistet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «10vor10» am Montagabend auf SF 1.

Die Täter brannten jeweils ein Stück der Kunststoffabdeckung aus dem Bancomaten heraus und montierten durch die Öffnung eine technische Vorrichtung. Danach klebten sie alles mit einem grossen Kleber wieder zu. «Für den Kunden ist diese Manipulation nicht zu erkennen», sagt Meinrad Stöcklin, Pressesprecher der Polizei Basel-Landschaft, gegenüber «10vor10».

Unbemerkt wieder demontiert

Mit dem installierten Gerät konnten die Täter Daten von Karten ablesen, die Kunden in die Bancomaten eingeführt hatten, teilte die Polizei Basel-Landschaft heute Dienstag mit. Welche und wie viele Daten so gestohlen wurden, stehe noch nicht fest. In allen vier Fällen hätten die Diebe das externe Gerät wieder demontieren können, bevor die Manipulation bemerkt wurde.

Die Polizei geht davon aus, dass in allen Fällen dieselben Profis mit grossem technischen Wissen am Werk waren. Allfällige Geschädigte seien bisher nicht bekannt geworden.

UBS und Raiffeisen betroffen

Von der neuen Betrugsmethode sind bisher zwei Banken im Kanton Basel-Landschaft betroffen. Gegenüber der Fernsehsendung bestätigt die UBS-Pressestelle schriftlich: «Die UBS entdeckte bei einzelnen Automaten neue Skimming-Methoden. Die betroffenen Automaten haben wir innert kurzer Zeit identifiziert.»

Auch die Raiffeisen-Bank bestätigt demnach Manipulationen. Auch die dort betroffenen Karten seien umgehend gesperrt und Geldbezüge verhindert worden. Gemäss Polizeiangaben nehmen die Kriminellen nur NCR-Bancomaten der älteren Generation ins Visier.

Am 7. Oktober sei die erste Manipulation bei einem UBS-Automaten erfolgt, erläutert die Polizei. Dabei sei versucht worden, aus Südamerika Geld zu beziehen. Bei früheren Skimming-Fällen waren jeweils illegal gesammelte Daten auf neue Karten übertragen worden, um damit im Ausland Geld abzuheben. Ob dies auch in diesem Fall so war, wollte die Pressestelle der UBS gegenüber Redaktion Tamedia aus Sicherheitsgründen nicht bestätigen. Die Täter stammten nicht aus der Schweiz und zeichneten sich durch ein besonders dreistes Vorgehen aus.

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