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Den Meereshirten drohen Millionenstrafen

Säureattacken und Rammangriffe: Die Walfanggegner der Organisation «Sea Sheperd» müssen für ihre gefährlichen Aktionen womöglich teuer bezahlen.

Eigentlich hatte ein Gericht 2012 angeordnet, dass Sea Shepherd mit seiner Flotte mindestens 150 Meter von den japanischen Walfängern Abstand halten muss: Ein japanisches Walfangschiff (Mitte) an der Seite eines Schiffes von Sea Shepherd in der südlichen Antarktis. (2. Februar 2014)
Eigentlich hatte ein Gericht 2012 angeordnet, dass Sea Shepherd mit seiner Flotte mindestens 150 Meter von den japanischen Walfängern Abstand halten muss: Ein japanisches Walfangschiff (Mitte) an der Seite eines Schiffes von Sea Shepherd in der südlichen Antarktis. (2. Februar 2014)
Eliza Muirhead, Keystone

Sie kämpfen gegen den Walfang in der Antarktis - allerdings zu häufig mit illegalen Methoden, hat ein US-Gericht geurteilt. Weil die Umweltschutzorganisation Sea Shepherd japanische Walfänger trotzdem nicht in Ruhe lässt, drohen ihr nun Strafen in Millionenhöhe.

Radikale Umweltschützer müssen wegen der Missachtung von Gerichtsanordnungen im Zuge einer unnachgiebigen Kampagne gegen Waljäger in der Antarktis mit hohen Geldstrafen rechnen. Das 9. Berufungsgericht der USA ordnete an, dass ein Bevollmächtigter bestimmen solle, wie viel Paul Watson und Mitglieder seiner Organisation Sea Shepherd (deutsch:«Meereshirte») japanischen Walfängern für Anwaltskosten und Schäden an ihren Schiffen schuldig sind.

Zudem müssen die Tierschützer mit Strafgeldern dafür rechnen, dass sie ihre gefährlichen Aktionen in den Gewässern trotz Gerichtsanordnung nicht eingestellt haben. Die japanischen Walfänger fordern über dies hinaus zusätzlich zu den Anwaltskosten und Begleichungen der Schäden zwei Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro).

Beschädigte Propeller und Ruder

Im Jahr 2012 hatte das Gericht angeordnet, dass Sea Shepherd mit seinen vier Schiffen mindestens 150 Meter von den japanischen Walfangschiffen Abstand halten muss. Zudem wurde den Tierschützern untersagt, zu versuchen, Rauchbomben und Flaschen mit Säure auf die Schiffe zu werfen oder sie zu rammen. Die Mitglieder von Sea Shepherd liessen sich zahlreiche weitere Methoden einfallen, um die Waljäger zu schädigen. Unter anderem zogen sie metallene Seile in die Gewässer, um Propeller und Ruder zu beschädigen. Japans Walfänger hatten bereits im Jahr 2011 in Seattle eine Klage gegen Sea Shepherd eingereicht.

Sea Shepherd zeigte sich nach der Gerichtentscheidung enttäuscht über das Urteil. «Wir erwägen nun, welche rechtlichen Optionen wir zu diesem Zeitpunkt haben, darunter auch die Möglichkeit einer Berufung», erklärte die Organisation. Sie dokumentiert ihre Taten in der TV-Serie «Whale Wars».

(AP)

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