Crew von Unglücksschiff in Kalifornien hatte keine Nachtwache

34 Menschen starben Anfang September, als ein Schiff vor Santa Cruz in Flammen aufging. Ein Bericht zeigt nun, dass die Crewmitglieder zum Zeitpunkt des Feuers geschlafen haben.

Wird nun untersucht: Die gesunkene Conception wurde am Donnerstag geborgen. (12. September 2019) Bild: Brian van der Brug/Los Angeles Times via AP

Wird nun untersucht: Die gesunkene Conception wurde am Donnerstag geborgen. (12. September 2019) Bild: Brian van der Brug/Los Angeles Times via AP

Zum Zeitpunkt des verheerenden Feuers auf einem Schiff vor der Küste Kaliforniens haben alle Besatzungsmitglieder geschlafen. Das geht aus dem vorläufigen Untersuchungsbericht hervor, den die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) am Donnerstag veröffentlichte.

Die Crew der Conception sei gesetzlich verpflichtet gewesen, eine Nachtwache abzustellen, die im Notfall hätte Alarm schlagen können, sagte NTSB-Vorstandsmitglied Jennifer Homendy der Zeitung «Los Angeles Times».

Als das Feuer ausgebrochen sei, hätten fünf Besatzungsmitglieder in Kojen hinter dem Steuerhaus geschlafen, ein weiteres Crewmitglied habe mit den anderen Bootsinsassen unter Deck geschlafen.

Die Conception war Anfang September während eines dreitägigen Taucherausflugs knapp 20 Meter vor der Küste der Insel Santa Cruz - einem beliebten Tauchgebiet - in Flammen aufgegangen und gesunken. Bei dem Unglück starben 34 Menschen, 33 Passagiere und ein Besatzungsmitglied. Die Brandursache ist weiter unklar. Das Schiff wurde inzwischen geborgen und soll nun an einem geheimen Ort von Experten untersucht werden.

scl/sda

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