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Bruder von Oscar Pistorius: «Ich bin unschuldig»

Er soll 2008 den Tod einer 36-jährigen Motorradfahrerin verursacht: Der Bruder von Oscar Pistorius stand gestern vor Gericht.

«Ich plädiere auf nicht schuldig»: Carl Pistorius musste vor Gericht.

Der ältere Bruder des mordverdächtigen südafrikanischen Sprintstars Oscar Pistorius ist wegen eines tödlichen Verkehrsunfalls vor Gericht gestellt worden. Zum Vorwurf, 2008 den Tod einer 36-jährigen Motorradfahrerin verursacht zu haben, sagte Carl Pistorius, er plädiere auf nicht schuldig. Eine Live-Übertragung des Prozesse wurde mit dem Hinweis untersagt, es gebe keinen Zusammenhang mit dem Fall Oscar Pistorius.

«Ich plädiere auf nicht schuldig», sagte Carl Pistorius in Johannesburg. Der 28-Jährige muss sich wegen schuldhafter Tötung einer 36-jährigen Motorradfahrerin bei einem Unfall mit seinem Auto im Jahr 2008 vor Gericht verantworten.

Prozess wird nicht live übertragen

Bei der Anhörung ging es zunächst um den Antrag des öffentlich-rechtlichen Senders SABC, den Prozess live zu übertragen. Das Gericht wies den Antrag zurück. «Dieser Prozess betrifft Herrn Carl Pistorius, nicht Herrn Oscar Pistorius», hob Richter Buks du Plessis hervor. «Dieses Verfahren darf nicht genutzt werden oder einen Einfluss haben bei einem späteren Prozess gegen seinen angeklagten Bruder.»

Carl Pistorius' Verteidiger Kenny Oldwage gehört auch dem Anwaltsteam seines prominenten jüngeren Bruders an. Oldwage hatte erfolgreich den Fahrer verteidigt, der 2010 eine Enkelin von Südafrikas Freiheitsheld Nelson Mandela überfahren hatte. Der Fahrer wurde freigesprochen.

Drogen- und Alkoholtests

Carl Pistorius' Bruder Oscar ist wegen Mordes angeklagt, weil er am Valentinstag in seinem Haus seine 29-jährige Freundin Reeva Steenkamp erschossen hatte. Der Behindertensportler, der mit spektakulären Sprints auf Unterschenkelprothesen zum Star wurde, beteuert, dass es ein tragisches Versehen war und er seine Freundin für einen Einbrecher gehalten habe. Er kam unter Auflagen frei.

Heute wollte Oscar Pistorius vor Gericht Beschwerde gegen die Auflagen einreichen. Sie zwangen den Läufer unter anderem, seinen Pass abzugeben, so dass er Südafrika nicht mehr verlassen kann. Auch zu Drogen- und Alkoholtests wurde er verpflichtet, die Rückkehr in sein Haus wurde dem 26-Jährigen verwehrt.

(AFP)

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