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Breivik nimmt Anklage ruhig entgegen

Dem norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik drohen 21 Jahre Gefängnis mit anschliessender Verwahrung. Der Massenmörder ist wegen eines Terrorakts und Totschlags angeklagt worden.

Könnte für immer hinter Gitter bleiben: Anders Behring Breivik, hier bei einer Anhörung vor Gericht in Oslo. (22. Juli 2011)
Könnte für immer hinter Gitter bleiben: Anders Behring Breivik, hier bei einer Anhörung vor Gericht in Oslo. (22. Juli 2011)
Keystone

Heute wurde dem rechtsextremistischen Anders Behring Breivik die 19-seitige Klageschrift der Staatsanwaltschaft im Ila-Gefängnis bei Oslo verlesen. Dort sitzt der 33-Jährige in Untersuchungshaft.

«Er war absolut ruhig», sagte der Polizist Tore Jo Nielsen, der bei der 30-minütigen Verlesung anwesend war. Die Anklagepunkte könnten auf eine Verurteilung zu 21 Jahren Gefängnis oder Sicherungsverwahrung hinauslaufen, die bei fortgesetzter Einstufung des Inhaftierten als gefährlich auch verlängert werden kann.

Für unzurechnungsfähig erklärt

Breivik hatte am 22. Juli im Regierungsviertel von Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet. Anschliessend erschoss er in einem Sommerlager der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 Teilnehmer.

Im November hatten zwei vom Gericht beauftragte Gutachter Breivik wegen «paranoider Schizophrenie» für unzurechnungsfähig erklärt. Derzeit wird ein zweites Gutachten erstellt. Es war von Opfer-Anwälten unter Hinweis auf die langfristige Vorbereitung der Gewalttaten und deren systematische Ausführung eingefordert worden. Das neue Gutachten soll bis zum 10. April vorliegen.

Der Prozess soll am 16. April beginnen. Sollte Breivik für unzurechnungsfähig erklärt werden, schliesst dies eine Haftstrafe aus. Er würde dann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Die Entscheidung darüber, ob er als zurechnungsfähig einzustufen ist, liegt letztlich beim Gericht.

SDA/rub

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