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Berlusconi vor Gericht fast eingeschlafen

Italiens Ex-Regierungschef musste sich heute vor Gericht wegen Bestechung seines früheren Anwalts verantworten. Dabei habe er grosse Mühe gehabt, wach zu bleiben, sagte er in der Kaffeepause.

Hatte vor Gericht Mühe, die Augen offen zu halten: Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi in einem Café in Mailand. (Archivbild)
Hatte vor Gericht Mühe, die Augen offen zu halten: Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi in einem Café in Mailand. (Archivbild)
Keystone

Silvio Berlusconi, der ehemalige Ministerpräsident Italiens, musste sich heute vor Gericht gegen die Müdigkeit wehren. Im Prozess wegen Bestechung seines früheren Anwalts David Mills habe er grosse Schwierigkeiten gehabt, wach zu bleiben, sagte der Medienmilliardär in einer Verhandlungspause.

Dabei ging es vor allem um Diskussionen zwischen den Mailänder Richtern und Mills britischen Verteidigern um Verfahrensfragen. In dem Prozess geht es um Vorwürfe, Berlusconi habe Mills für Falschaussagen in Prozessen der 1990er Jahre 600'000 Dollar (heute 450'000 Euro) gezahlt.

Kein juristisches Ende

Das Gericht wollte Mills per Videozuschaltung aus London als einfachen Zeugen ohne seinen Anwalt aussagen lassen. Er sollte ausserdem Antworten auf Fragen nicht verweigern dürfen. Dies lehnten Mills und seine Anwälte unter Berufung auf die britische Justiz ab. Der nächste Termin in dem Prozess, bei dem Mills aussagen soll, wurde auf den 19. Dezember festgesetzt.

Berlusconi sagte, das Verfahren werde kein juristische Ende haben, denn im kommenden Februar trete die Verjährung ein. In einem anderen Prozess hatte die italienische Justiz Mills 2009 in erster und zweiter Instanz wegen Korruption zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Kassationsgericht hatte 2010 jedoch geurteilt, die Mills zur Last gelegten Taten lägen zu weit zurück und seien nach mehr als zehn Jahren verjährt.

AFP/wid

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