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Berggorillas in Ruanda bekommen einen Namen – um sie zu schützen

«Macht», «Mut» und «Geselligkeit»: So wurden zwei Dutzend junge Berggorillas in Ruanda getauft. Mit der Zeremonie will das Land zeigen, wie wichtig es den Tierschutz nimmt.

Tierschutz: Ruanda hat 24 Berggorillababys neue Namen gegeben.
Tierschutz: Ruanda hat 24 Berggorillababys neue Namen gegeben.
Keystone
Unter den vergebenen Namen waren die ruandischen Worte für «Macht», «Mut» und «Geselligkeit».
Unter den vergebenen Namen waren die ruandischen Worte für «Macht», «Mut» und «Geselligkeit».
Keystone
Ruandas Präsident Paul Kagame während der Zeremonie in Kinigi im Norden des Landes.
Ruandas Präsident Paul Kagame während der Zeremonie in Kinigi im Norden des Landes.
Ben Curtis, Keystone
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Ruanda hat in einer besonderen Zeremonie zwei Dutzend der jungen Berggorillas Namen gegeben, um die bedrohten Tiere zu schützen. An dem Festakt in der Nähe des Vulkan-Nationalparks nahmen am Samstag Staatspräsident Paul Kagame und Tausende Menschen teil. Die wilden Täuflinge fehlten dagegen. Sie blieben in ihrem ganz normalen Lebensraum in der Nähe.

Die seit 2005 jährlich abgehaltene Zeremonie soll unterstreichen, wie wichtig Ruanda den Schutz der Menschenaffen nimmt. Die Tiere locken viele ausländische Touristen in die Wälder der Vulkanlandschaft, in der die Gorillas leben. Ruanda ehrt die Affen auch mit Statuen und mit einem Bild auf einer Banknote.

Noch 900 Tiere

Die Jungtiere werden jedes Jahr von Forschern und Interessierten identifiziert. Die Namen dienen Wissenschaftlern dann auch dazu, die Gorillas und ihre Familien in der freien Wildbahn wieder zu erkennen. Unter den am Samstag vergebenen Namen waren die ruandischen Worte für «Macht», «Mut» und «Geselligkeit».

Die Berggorillas leben im Virunga Massiv, das sich bis in die Nachbarstaaten Uganda und Demokratische Republik Kongo erstreckt. Die Zahl der Tiere in der Region war im 20. Jahrhundert wegen Wilderei, Krankheiten und Beschränkung des Lebensraums dramatisch zurückgegangen. Derzeit gibt es schätzungsweise etwa 900 Tiere. Nach Darstellung von Wissenschaftlern erholt sich der Bestand langsam.

SDA/kko

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