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Berg-Drama am Matterhorn

Ein US-amerikanisches Bergsteigerpaar ist am Matterhorn zu Tode gestürzt. Die beiden waren offenbar von einem Schneesturm überrascht worden.

Retter der Air Zermatt fanden die Leichen der 57-Jährigen und des 53-Jährigen am Freitagabend in der Ostwand, wie die Walliser Kantonspolizei mitteilte. Das Bergsteigerpaar wurde bereits seit Donnerstag am Matterhorn vermisst. Am Freitagmorgen informierten Verwandte die Polizei im Wallis. Trotz schlechtem Wetter startete die Air Zermatt zu mehreren Suchflügen, bis die Retter am Ende des Tages die Toten auf der Höhe der Solvayhütte auf 4000 Meter über Meer entdeckten. Die Polizei leitete eine Untersuchung zur Klärung des Unglücks ein.

Gut ausgerüstet aber ohne Führer

Laut dem Leiter der Rettungsaktion, Bruno Jelk, waren die beiden amerikanischen Staatsangehörigen vom schlechtem Wetter überrascht worden. «Es schneite und stürmte», sagte er auf Anfrage der AP. Laut Jelk fiel der Mann ungefähr 300 Meter in die Tiefe. Auch die Frau stürzte ab, doch verfing sich ihr Seil an einem Felsen, womit sie nur rund 80 Meter tief stürzte. Beide Opfer waren gut ausgerüstet, aber ohne Führer unterwegs. Sie befanden sich zusammen mit drei anderen Bergsteigern auf dem Abstieg. Die beiden Gruppen hatten infolge des Nebels den Kontakt verloren.

Damit sind am Matterhorn in diesem Jahr drei Menschen umgekommen. Vor zwei Wochen war ein 33-jähriger Tscheche tödlich verunfallt.

sda/ap/cpm/vin

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