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Bergarbeiter leben – nach 17 Tagen unter der Erde

Am 5. August wurden in einer Goldmine in Chile 33 Männer verschüttet. Jetzt kommt die überraschende Meldung: Sie leben.

Zur Rettungsaktion ist auch Chiles Präsident Sebastian Pinera (in der roten Jacke) angereist.
Zur Rettungsaktion ist auch Chiles Präsident Sebastian Pinera (in der roten Jacke) angereist.
Reuters
Die Bergung der Bergleute soll am Mittwoch starten: Medienleute dokumentieren jeden Schritt der Rettungskräfte.
Die Bergung der Bergleute soll am Mittwoch starten: Medienleute dokumentieren jeden Schritt der Rettungskräfte.
Reuters
In der Zeltstadt Esperanza verbringen auch Angehörige der Bergleute die Tage bis zu deren Rettung.
In der Zeltstadt Esperanza verbringen auch Angehörige der Bergleute die Tage bis zu deren Rettung.
Keystone
Endlich wieder ein Bett: Hier werden die Bergleute medizinisch betreut.
Endlich wieder ein Bett: Hier werden die Bergleute medizinisch betreut.
Keystone
Enge Angelegenheit: Die Rettungsteams üben die Bergung mit der Kapsel.
Enge Angelegenheit: Die Rettungsteams üben die Bergung mit der Kapsel.
Keystone
Angehörige der Bergarbeiter testen den Rettungskäfig.
Angehörige der Bergarbeiter testen den Rettungskäfig.
Keystone
Auserwählter Retter: Patricio Sepulveda wird sich um die Bergung kümmern.
Auserwählter Retter: Patricio Sepulveda wird sich um die Bergung kümmern.
Keystone
Auf diesen Moment hat Chile gewartet: Videobilder zeigen das gebohrte Loch bei den Kumpeln.
Auf diesen Moment hat Chile gewartet: Videobilder zeigen das gebohrte Loch bei den Kumpeln.
Keystone
Beim Bohrloch: Mit dem T-130 wurde der Rettungsschacht gebohrt.
Beim Bohrloch: Mit dem T-130 wurde der Rettungsschacht gebohrt.
Keystone
Arbeiter und Angehörige feiern gemeinsam.
Arbeiter und Angehörige feiern gemeinsam.
Keystone
Gemeinsame Freude: Die Rettungsarbeiter nach dem Durchbruch.
Gemeinsame Freude: Die Rettungsarbeiter nach dem Durchbruch.
Keystone
Erste Erleichterung: Die Rettungsarbeiter feiern vor den Medien.
Erste Erleichterung: Die Rettungsarbeiter feiern vor den Medien.
Keystone
Ein erster Erfolg: Die Rettungsarbeiten am 9. Oktober.
Ein erster Erfolg: Die Rettungsarbeiten am 9. Oktober.
Keystone
Bergbauminister Laurence Golborne informiert zusammen mit Chiles First Lady Cecilia Morel de Pineira die Medien.
Bergbauminister Laurence Golborne informiert zusammen mit Chiles First Lady Cecilia Morel de Pineira die Medien.
Keystone
Freude bei verschütteten Bergleuten am Nationalfeiertag, 17. September 2010.
Freude bei verschütteten Bergleuten am Nationalfeiertag, 17. September 2010.
Keystone
Die Ankunft der zweiten Bohrmaschine «T-130» wurde am 3. September bejubelt.
Die Ankunft der zweiten Bohrmaschine «T-130» wurde am 3. September bejubelt.
Keystone
Am Ort des Unglücks in der Nähe von Copiapo ist ein grosses Rettungs-Camp entstanden.
Am Ort des Unglücks in der Nähe von Copiapo ist ein grosses Rettungs-Camp entstanden.
Keystone
Videokonferenz mit der Familie: Der in der Tiefe gefangene Minenarbeiter Claudio Yanez im Gespräch mit seinen Verwandten.
Videokonferenz mit der Familie: Der in der Tiefe gefangene Minenarbeiter Claudio Yanez im Gespräch mit seinen Verwandten.
Keystone
Im Fokus der Öffentlichkeit: Nasa-Mitarbeiter James Michael Duncan orientierte am Mittwoch über den Verlauf der Rettungsaktion.
Im Fokus der Öffentlichkeit: Nasa-Mitarbeiter James Michael Duncan orientierte am Mittwoch über den Verlauf der Rettungsaktion.
Reuters
Der Ablauf der Rettungsaktion.
Der Ablauf der Rettungsaktion.
Keystone
Die Maschine zur Freiheit: Mit dem «Power Drill Raisebore Strate 950» soll der Zugangsschacht zu den 33 Minenarbeiter gebohrt werden.
Die Maschine zur Freiheit: Mit dem «Power Drill Raisebore Strate 950» soll der Zugangsschacht zu den 33 Minenarbeiter gebohrt werden.
Keystone
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Es ist ein Wunder, an das nur noch die Angehörigen geglaubt haben: 17 Tage nach dem Einsturz einer Gold- und Kupfermine in Chile sind alle 33 dabei verschütteten Bergarbeiter noch am Leben. Es sei gelungen, mit den in Hunderten Metern Tiefe eingeschlossenen Männern Kontakt aufzunehmen, bestätigte Präsident Sebastián Piñera am Sonntag vor Ort.

Als Beweis hielt Piñera ein Stück Papier vor die Fernsehkameras, das mit Hilfe einer Sonde aus der Unglücksmine geholt worden war und auf dem in roter Krakelschrift stand: «Bergarbeiter leben». «Das kommt aus den Eingeweiden der Erde», sagte der Präsident. «Das ist die Botschaft unserer Bergleute, die uns sagen, dass sie noch leben, dass sie zusammen sind.»

Die kleine Gold- und Kupfermine am Rand von Copiapo in der Atacama-Wüste, etwa 850 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago, war am 5. August eingestürzt. Seitdem fehlte jedes Lebenszeichen von den Verschütteten. Alle Versuche, sie zu lokalisieren und zu bergen, schlugen fehl.

Eingesperrt in 700 Metern Tiefe

Ihre Angehörigen gaben jedoch die Hoffnung nicht auf, dass sich die Männer in einen in dem Unglücksschacht in 700 Metern Tiefe gelegenen Schutzraum retten konnten.

Am Sonntagmorgen hatte es erstmals seit Tagen wieder positive Meldungen gegeben. Bei den seit rund zwei Wochen anhaltenden Bohrungen war es nach Angaben von Bergbauminister Laurence Golborne gelungen, bis auf wenige Meter an den Schutzraum heranzukommen.

Gerüchte machten die Runde

Die Rettungskräfte wollten nach seinen Angaben nun versuchen, mit einer Kamera bis zu dem Schutzraum vorzustossen. Vorsorglich aber warnte der Minister vor zu grosser Euphorie.

Doch schon vor der offiziellen Bestätigung durch den Präsidenten machten Gerüchte von der Überlebens-Botschaft die Runde. Urheber der Information war nach Angaben des chilenischen Fernsehens einer der an den Rettungsmassnahmen beteiligten Experten.

Das Fernsehen zeigte Aufnahmen von den Familien der Verschütteten, die sich am Rande der Unglücksmine voller Glück in die Arme fielen, obwohl das Gerücht noch nicht bestätigt worden war.

(afp/sda)

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