BBC-Moderator kichert über Patrouille-Suisse-Panne

Simon McCoy berichtet über den Falschflug und kann sich zeitweise kaum halten vor Lachen. Sein Beitrag hat aber auch einen Fehler.

Die Tiger F5 der Patrouille Suisse beglückten versehentlich die Besucher eines Jodler-Anlasses, zur Belustigung von Moderator Simon McCoy. (Video: Tamedia/BBC)

Das Schweizer Verteidigungsministerium habe sich entschuldigen müssen, weil eine Fliegerstaffel ihre Show über dem falschen Ort flog, berichtete BBC am Dienstag. Die Patrouille Suisse habe ihr Ziel um vier Meilen verfehlt, sagt Moderator Simon McCoy.

Dass die Besucher des 31. Nordwestschweizerischen Jodlerfests in Mümliswil-Ramiswil unverhofft in den Genuss einer Flugshow kamen, stimmt den TV-Mann heiter. McCoy, der den Ausschnitt aus der Sendung auf Twitter postete, muss sich immer wieder das Lachen verkneifen.

Der Leader der Patrouille Suisse hatte im Anflug das grosse Festareal mit Festzelt in Mümliswil gesehen, weshalb er sich entschied, dieses Gelände zu überfliegen. Laut Armeesprecher Daniel Reist sind die Flugzeuge nicht mit GPS ausgerüstet. Als dies McCoy verkündet, versucht er sein Lachen zu unterdrücken.

Für Zuschauer, die nicht wissen, wie Jodeln klingt, blendet der Sender einen Auftritt einer Jodlergruppe ein. «Sollten Sie sich wundern, wie Jodeln aussieht und tönt, hier in bisschen Jodeln...», sagt McCoy. Es folgt zehn Sekunden Volksmusik. Der Haken daran: Die Szene stammt gar nicht aus der Schweiz, sondern aus Österreich.

«Das sind österreichischer Jodler, nicht Schweizer Jodler», sagt McCoy. «Ich entschuldige mich dafür.» Jedenfalls habe der Pilot im Anschluss an den Irrflug gesagt, die beiden Täler würden aus der Luft sehr ähnlich aussehen.

Bei dem Vorfall vergangenen Samstag hätte die Fliegerstaffel eigentlich die Gemeinde Langenbruck BL überfliegen sollen, wo die Gedenkfeier zum hundertsten Todestag des Schweizer Flugpioniers Oskar Bider stattfand.

Laut Armeesprecher Reist ist der Irrtum aber nicht besorgniserregend. Die Flieger der Patrouille Suisse, alles Tiger F-5E, seien mit Navigationsinstrumenten bestückt, die über vierzig Jahre alt seien. Navigiert werde mit Karte, Filzstift und auf Sicht.

GPS oder andere moderne Technik suche man in diesen Flugzeugen vergeblich. Deshalb seien die Jets auch nicht mehr für Kampfeinsätze geeignet und würden auch nicht dafür eingesetzt. «Im Ernstfall würde man damit gar keine Ziele anfliegen», sagte Reist.

(Mit Material der Nachrichtenagentur Keystone-SDA)

oli

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt