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Bank entlässt sechs Mitarbeiter wegen Video im IS-Stil

Ein Teamfördertag bei der Grossbank HSBC endete für sechs Männer böse. Sie filmten sich, einige schwarz gekleidet und mit Kapuzenmützen, einer kniend im orangen Overall.

«Wir tolerieren unangemessenes Verhalten nicht», sagt HSBC zum Video: Bankmitarbeiter stellen eine Exekution nach. (Screenshot «The Sun»)
«Wir tolerieren unangemessenes Verhalten nicht», sagt HSBC zum Video: Bankmitarbeiter stellen eine Exekution nach. (Screenshot «The Sun»)

Es sollte ein lustiger Tag auf einer Gokart-Rennstrecke in Birmingham werden, um das Team enger zusammenzuschweissen. Doch der Arbeitgeber HSBC goutierte ein dabei entstandenes Video gar nicht. Sechs Männer stellten und filmten eine Exekution im Stil der Terrormiliz IS.

Vielleicht inspirierte die auf der Rennstrecke benutzte Kleidung die Banker zu der makabren Inszenierung. Dabei kniet ein Mann in einem orangefarbenen Overall, hinter ihm stehen vier weitere Männer in dunkler Kleidung, die Gesichter unter Kapuzenmützen verborgen. Einer hält einen Kleiderbügel und mimt damit ein Messer. Die Szene erinnert an die Videos, mit denen der IS die Enthauptung von Gefangenen festhält.

Einer der Männer ruft laut «The Sun» auch noch «Allahu Akbar» (Gott ist gross), den Schlachtruf der Islamisten. Die britische Zeitung hat einen kurzen Ausschnitt aus dem Video veröffentlicht.

«Ein abscheuliches Video»

Nicht nur wegen des Kleiderbügels, der als Messer herhalten musste, sondern auch weil die Männer scherzen, unterscheidet sich die Szene zwar deutlich von den realen Enthauptungsvideos. Die Vorgesetzten bei der HSBC fanden das aber gar nicht lustig. «Das ist ein abscheuliches Video und HSBC entschuldigt sich.» Die sechs in den Dreh involvierten Männer wurden umgehend entlassen. HSBC toleriere unangemessenes Verhalten nicht, teilte die Bank mit.

Offenbar gehörten sie einem Juristen-Team der Bank an. Sie veröffentlichten das Video auf Instagram, löschten es aber wieder. Zu spät: Einige Arbeitskollegen hatten es bereits gesehen.

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