Badi wegen Chlorgas-Alarm evakuiert – sechs Personen im Spital

Im Schwimmbad in Bremgarten AG ist Chlorgas ausgetreten. Der Bademeister und sein Stellvertreter befinden sich in medizinischer Behandlung.

Die Badegäste versammelten sich auf dem Fussballplatz neben dem Freibad

Die Badegäste versammelten sich auf dem Fussballplatz neben dem Freibad

(Bild: Leserreporter 20 Minuten)

Ausgerechnet an einem der heissesten Tage des Jahres sind die Gäste der Badi Bremgarten AG nach Hause geschickt worden. Nachdem ein Chlorgasaustritt im Technikraum festgestellt wurde, musste die Badi zuerst vorsorglich evakuiert und dann geschlossen werden. Sie wird den ganzen Dienstag geschlossen bleiben.

Die Ursache werde abgeklärt, teilte die Kantonspolizei Aargau via Twitter mit. Die Badi bleibe am Dienstag geschlossen. Gemäss der «Aargauer Zeitung» wurde der Chlorgasaustritt kurz vor 15 Uhr entdeckt.

Die Badigäste wurden zuerst auf den nahen Sportplatz der Schulanlage Isenlauf geschickt. Dort warteten sie auf den Entscheid von Polizei und Feuerwehr. Gegen 16 Uhr fuhr die Chemiewehr der ES Dottikon mit mehreren Fahrzeugen und Blaulicht vor. Das Badi-Areal wurde weiträumig abgesperrt.

Die Kantonspolizei sagte zu «20 Minuten», dass sechs Personen zur Kontrolle ins Spital gebracht wurden. Laut «Aargauer Zeitung» mussten sich der Bademeister und sein Stellvertreter in medizinische Behandlung begeben, weil beide den Technikraum betreten hatten, im dem die Chlorgaspanne passiert ist.

«150 bis 200 Leute stehen auf dem Fussballplatz»

«Wir haben die Feuerwehr gehört und plötzlich waren alle Angestellten nervös», sagte ein Badegast zu «20 Minuten». Dann habe die Polizei die Badi über Lautsprecher evakuiert. «Die Badi war gut besucht. Es sind rund 150 bis 200 Leute, die jetzt auf dem Fussballplatz stehen.» Da es nicht so aussieht, als ob die Badi am Dienstag nochmals öffne, würden sich viele auf den Heimweg machen.

Chlor braucht es im Schwimmbad, um das Wasser zu desinfizieren. Ein Austritt von Chlorgas kann die Schleimhäute reizen und zu Husten und Tränenfluss führen, bei längerer Einwirkung auch zu Bluthusten und Atemnot.

TA

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