Ansturm auf die Berge – Fahrt wird zur Geduldsprobe

Wer heute das Traumwetter für Wintersport nutzen wollte, kam nicht so schnell ans Ziel. Stau und Unfälle beherrschten die Schweizer Strassen.

Rückstau nach Unfall auf der A1: Ein Leserreporter stand inmitten einer Blechlawine bei Schönbühl. (25. Februar 2017)

Rückstau nach Unfall auf der A1: Ein Leserreporter stand inmitten einer Blechlawine bei Schönbühl. (25. Februar 2017)

(Bild: Leserreporter 20 Minuten)

Der Sonnenschein hat am Samstag Zehntausende in die Berge gelockt. Doch bis die Schneesportler ihre Skis und Snowboards vom Autodach packen und an die Füsse schnallen konnten, mussten sie sich gedulden: Überall staute sich der Verkehr.

«Alle gehen Skifahren», erklärte Marco Di Lascio, Redaktor beim Verkehrsdienst Viasuisse, das hohe Verkehrsaufkommen auf Schweizer Strassen. «Wir sehen auf unseren Kameras überall Skiträger auf den Autodächern.»

Bereits für die Autobahnen im Flachland meldete Viasuisse lange Staus, so bereits vor dem Autobahnkreuz der A2 bei Härkingen in Richtung Luzern oder danach auf der A1 in Richtung Bern. Zusätzlich stockte der Verkehr in Flachland wegen mehreren Unfällen, so auf dem Autobahnring rund um Bern. Auch von Bern in Richtung Luzern stockte der Verkehr gemäss der vom TCS publizierten Verkehrslage von Viasuisse auf der ganzen Strecke bis Härkingen.

Blechlawine in den Alpen

Je weiter die Autobahnen den Bergen nahe kommen, desto dichter war der Verkehr und desto häufiger stockte dieser: So auf der Autobahn und dann auf der Hauptstrasse in Richtung Spiez im Berner Oberland, auf der A9 in Richtung Martigny im Wallis und sogar auf der A12 im Waadtland in Richtung des Skigebiets Châtel-Saint-Denis FR.

«Die Berner fahren nach Kandersteg und Frutigen, die Romands ins Wallis zum Skifahren; das ist gut zu sehen», sagte Di Lascio. Das Ferienende in einigen kleineren Kantonen sowie einigen Städten habe dagegen weniger Auswirkungen. Auf den Weg machten sich erneut die Einkaufstouristen, die sich zusammen mit heimreisenden Feriengästen an der Grenze gegenseitig im Weg standen: So staute sich der Verkehr in Basel vor dem Grenzübergang St. Louis.

Warten vor Autoverlad

Geduld brauchten auch jene Autofahrer, die auf Schienen durch den Furkatunnel vom Kanton Uri nach Oberwald im Wallis fahren wollten. In Realp UR betrug die Wartezeit am Samstag bis zu drei Stunden und 30 Minuten. In umgekehrter Richtung dauerte die Wartezeit vorübergehend bis zu einer Stunde.

Auch am Vereinatunnel mussten Autofahrerinnen und -fahrer sich gedulden. Wer sich in Sagliains im Engadin in Richtung Klosters GR und Prättigau aufmachen wollte, musste bis eine Stunde lang warten. In der Gegenrichtung wartete man eine halbe Stunde. In Kandersteg BE betrug die Wartezeit auf den Autozug durch den Lötschberg am Nachmittag ebenfalls eine halbe Stunde.

Für Samstagabend erwartete Viasuisse Rückstaus, wie Di Lascio sagte. Wenn die Sonne untergehe, fahre das Skivolk von den Bergen wieder nach Hause zurück.

kat/sda

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