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Angeblicher Neonazi-Überfall: Polizei untersucht Videos vom Bahnhof Stettbach

Die Zürcher Stadtpolizei versucht herauszufinden, was mit der 26-jährigen Brasilianerin passiert ist, die mit Stichverletzungen aufgefunden wurde. Jetzt wertet sie Videoaufnahmen vom mutmasslichen Tatort aus.

Mutmasslicher Tatort: Der Bahnhof Stettbach ZH.
Mutmasslicher Tatort: Der Bahnhof Stettbach ZH.
Keystone

Die Frau gibt an, von drei Neonazis am Bahnhof Stettbach überfallen worden zu sein. Die drei Männer hätten sie mit einem Teppichmesser verletzt und ihr die Buchstaben «SVP» in die Haut geritzt. Als Folge der Gewalt hätte sie ihre ungeborenen Kinder verloren.

Die Stadtpolizei ermittelt in alle Richtungen, wie sie berichtet. Unter anderem wird auch die Videoüberwachung am Bahnhof Stettbach ausgewertet. Weitere Auskünfte waren aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes und aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht zu erhalten.

Noch kein Signalement der Täter

Die Frau werde zur Zeit intensiv befragt, sagte Stadtpolizeisprecher Marco Cortesi. Bisher sei erst eine kurze Befragung möglich gewesen. Diese habe aber nicht für ein Signalement der mutmasslichen Täter ausgereicht.

Eine brasilianische Zeitung publizierte Bilder der Verletzungen. Laut Cortesi zeigen die Fotos den Zustand der Frau, wie die Polizisten sie angetroffen haben. Private hätten die Bilder ins Internet gestellt, sagte Cortesi weiter.

Brasilien hat die Schweiz formell um eine «vollständige und transparente» Untersuchung ersucht. Der Geschäftsträger der Schweizer Botschaft ist ins Aussennministerium gerufen worden.

SDA/oku

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