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Ärzte vergessen Metall-Platte in Patientin

Nach einer Operation im Zürcher Triemli-Spital trug eine Patientin fast drei Jahre lang eine 28 Zentimeter lange Metall-Platte in sich.

Diese 28 Zentimeter lange Metallplatte haben die Ärzte im Bauch von K. J. vergessen. Sie reichte vom Becken bis zur Leber. (Bild: Tele Züri)
Diese 28 Zentimeter lange Metallplatte haben die Ärzte im Bauch von K. J. vergessen. Sie reichte vom Becken bis zur Leber. (Bild: Tele Züri)

Das Metallstück in Form einer Schuhsohle ging vor fast drei Jahren bei einer Operation im Zürcher Spital Triemli vergessen und war seither im Bauch der 49-jährigen K. J.* eingeschlossen. Obwohl die Frau über Schmerzen klagte und sich deswegen mehreren Untersuchungen unterzog, wurde erst bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen festgestellt, dass sie Metall im Bauch haben muss, berichtet Tele Züri.

J. meldete sich erneut im Triemli, dort wurde aber kein Röntgenbild gemacht, wie Sprecher Christian Brogli gegenüber «Blick» sagt. Die Patientin litt daraufhin weiter an Schmerzen, bis ihr das Metallstück am Mittwoch schliesslich entfernt wurde.

Beim vergessenen Objekt handele es sich um einen Spartel, der die Organe beim Zunähen der Bauchdecke schützt, schreibt der «Blick». Der Chirurg Hani Oweira habe das 28 Zentimeter lange Stück gestern erfolgreich entfernt. Die Platte habe vom Becken bis zur Leber gereicht und zwischen den Darmschlingen gesteckt.

Entschädigung gefordert

Das Stadtspital Triemli ist über den Vorfall bestürzt und bezeichnet den Vorfall gegenüber «Blick» als «extrem selten». Im Triemli sei das so bisher noch nie vorgekommen, sagt Sprecher Brogli. Es werde nun abgeklärt, wie das passieren konnte. Über allfällige Konsequenzen zu sprechen, sei deshalb zu früh.

Beat Meier, der Beistand von J., sagt zu Tele Züri, dass J. in den vergangenen Jahren wegen Schmerzen bei mehr als einem Dutzend Ärzten war, die nichts herausfanden. Einer habe sogar behauptet, dass das Leiden psychosomatischer Natur sei. Meier pocht jetzt auf eine Entschädigung für seine Klientin.

* Name der Redaktion bekannt

(Artikel übernommen von 20min.ch, bearbeitet von Redaktion Tamedia)

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