Tornado verletzt US-Polizist tödlich

Im Südosten der USA hat ein schweres Unwetter gewütet. Die Stadt Jacksonville im Bundesstaat Alabama hat es besonders hart getroffen.

In Jacksonville wurden zahlreiche Häuser zerstört. (Video: Tamedia/James Spann/Scott McClellan)

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Schwere Stürme im Südosten der USA haben Medienberichten zufolge grosse Verwüstungen angerichtet. Im Bundesstaat Georgia kam beim Durchzug eines Tornados am Montagabend mindestens eine Person ums Leben.

Dies berichtete der örtliche Ableger des TV-Senders Fox News. Neben Teilen von Georgia war auch der Norden Alabamas von Stürmen betroffen. Auf Fotos waren eingedrückte oder abgedeckte Häuser zu sehen. Medien berichteten von entwurzelten Bäumen und umgeknickten Strommasten.

Polizist tödlich verletzt

Bei dem Toten handelte es sich dem Sender Fox 5 Atlanta zufolge um einen Polizisten, der ausserhalb der Dienstzeit mit seiner kleinen Tochter im Bezirk Crisp unterwegs gewesen sei. Ein weiterer Polizist in Atlanta sei verletzt worden, als ein Baum auf seinen Streifenwagen stürzte. In beiden Staaten seien Tausende Haushalte ohne Strom, hiess es weiter.

In Jacksonville in Alabama hinterliess ein Tornado weiträumig Schäden, wie Andy Norris vom Sheriffbüro im Bezirk Tuscaloosa auf Twitter schrieb. Polizisten sprachen angesichts der Verwüstungen auf dem Campus der Universität und in der Stadt von einem «Kriegsgebiet», so Norris. Zahlreiche Menschen seien verletzt worden.

«Ich kann das alles nicht glauben», schreibt eine Studentin. «Seit vier Jahren habe ich mich so an diese Gebäude gewöhnt, und jetzt sind fast alle beschädigt.»

«Wir begutachten die Schäden auf dem Campus», schreibt der Sportdirektor der Universität auf Twitter. Es habe schwere Schäden an Dächern gegeben, Strommasten und Bäume seien umgeknickt.

Weil das Telefonnetz kollabiert ist, suchen viele US-Bürger auf Twitter nach ihren Verwandten.

«Klopfen wie mit einem Hammer»

Anwohner berichten von Momenten des Schreckens. «Wir wollten gerade ins Bett gehen, als plötzlich alles schüttelte», sagt eine Augenzeugin in einem Twitter-Video. Es klang, wie wenn jemand mit einem Hammer ans Haus klopfen würde.

«Wir packten so viele Kleider ein wie möglich, denn wir wussten nicht, was passiert.» Etwas später habe jemand an der Tür geklopft. Er habe um Hilfe gebeten, weil sein Gebäude eingestürzt sei. «Wir liessen ihn rein», sagt die Augenzeugin. «Es hätte viel schlimmer ausgehen können. Wir hätten sterben können.»

«Als ich heute Morgen wegging, hätte ich nie gedacht, dass es so aussehen würde, wenn ich zurückkomme», schreibt eine Anwohnerin auf Twitter.

Auch die Wal-Mart-Filiale der Stadt wurde getroffen.

(oli/sda)

Erstellt: 20.03.2018, 09:53 Uhr

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