Moschee setzt radikalen Imam ab – Schlägerei

Am Sonntag ist es in der Moschee der Gemeinde Gebenstorf AG zu einer Massenschlägerei gekommen. Nun hat der Vize der Betreibergemeinschaft die Hintergründe erklärt.

Die Polizei vor Ort. (27. August 2017) Bild: Screenshot Leser-Video

Die Polizei vor Ort. (27. August 2017) Bild: Screenshot Leser-Video

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Vereinsinterne Streitigkeiten haben am Sonntag in der Moschee der Aargauer Gemeinde Gebenstorf zu einer Massenschlägerei geführt. Die Kantonspolizei Aargau und Stadtpolizei Baden waren mit einem Dutzend Beamten und rund sechs Polizeiautos vor Ort, wie Polizeisprecher Bernhard Graser auf Anfrage von DerBund.ch/Newsnet bestätigte.

Nun hat der Vizepräsident der islamisch-albanischen Gemeinschaft, Murseli Ibraimov, der «Aargauer Zeitung» die Hintergründe erklärt. Demnach kam es zum Streit, weil der Vorstand einen Imam abgesetzt hatte. «Nachdem er seine Abschiedsrede gehalten hatte, standen seine Unterstützer auf und wurden handgreiflich gegenüber uns, den Vorstandsmitgliedern», so Ibraimov.

Schlägerei nach Abschiedsrede

Der Imam, der acht Jahre in der Gemeinschaft aktiv war, sei dem Vorstand bereits seit längerem aufgefallen und habe einen Keil in den Verein getrieben. Dann erfuhr der Vorstand, dass er diesen Sommer nach Mazedonien gereist sei und in Skopje radikale Imame getroffen habe. Da beschloss der Vorstand, ihn zu suspendieren.

Am Sonntag nach der Abschiedsrede des Imams hätten dann acht seiner Unterstützer eine Massenschlägerei angezettelt. Zwei von ihnen fuhren nach der Auseinandersetzung zur Untersuchung ins Spital. Auch ein zweites Vorstandsmitglied habe diese Darstellung bestätigt, so die «Aargauer Zeitung».

«Besorgniserregende Ereignisse in Europa»

Der Gemeinderat Gebenstorf hat die islamisch-albanische Gemeinschaft in einem Brief ermahnt, dass die Gemeinde «solche Vorfälle und Auseinandersetzungen» nicht dulden werde. «Diese Art der Konfliktbewältigung» löse in der Bevölkerung «Ängste und Sorgen» aus.

«Insbesondere mit Blick auf die verschiedenen besorgniserregenden Ereignisse in Europa tragen solche Vorfälle nicht zur guten Stimmung in der Dorfbevölkerung bei.» Der Gemeinderat behalte sich vor, bei weiteren negativen Vorkommnissen rechtliche Massnahmen ins Auge zu fassen.

(mch)

Erstellt: 31.08.2017, 07:57 Uhr

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