Morgen ist der Sommer vorbei

Eine Kaltfront sorgt für heftige Gewitter und kühle Temperaturen. Der Sommer 2018 war zwar trocken, aber weniger heiss als im Rekordjahr 2003.

Ab Mittwochmittag kann es lokal heftige Gewitter geben.

Ab Mittwochmittag kann es lokal heftige Gewitter geben.

(Bild: Keystone)

Ein warmer, extrem trockener und sonniger Sommer 2018 geht zu Ende. Die Bilanz: 44 Hitzetage und ein Maximalwert von 36,2 Grad. Der Jahrhundert-Sommer 2003 bleibt damit aber ungeschlagen.

Wie SRF Meteo schreibt, wird sich das Sommerwetter bereits noch vor dem meteorologischen Herbstanfang am Samstag verabschieden. Heute soll der letzte sonnige Tag sein, die Temperaturen liegen zwischen 26 und 30 Grad.

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Bereits im Laufe des Mittwochs sorgt eine Kaltfront im Norden für ein jähes Ende des Sommers, so auch Meteonews. Mit der Störung komme am Mittwoch Nachmittag gar turbulentes Wetter auf.

Der Mittwoch startet mit viel Sonnenschein, bis zur Mittagszeit soll es grösstenteils trocken bleiben. Gemäss Meteonews werden aus Westen die Wolken im Tagesverlauf jedoch zunehmen, entlang des Juras werden um die Mittagsstunden die ersten Niederschläge und Gewitter erwartet. Zum Abend hin breiten sich die Regengüsse und Gewitter nach Osten aus, wobei diese lokal auch kräftig ausfallen können. Zudem frischt der Südwest- bis Westwind deutlich auf. Vor der Front steigen die Temperaturen jedoch nochmals auf Werte von 26 bis lokal 30 Grad.

Der Donnerstag wird voraussichtlich wechselhaft, besonders den Bergen entlang fallen noch Niederschläge. Es wird deutlich weniger warm als noch zuletzt mit 20 bis 23 Grad. Der Freitag wird unbeständig mit vielen Wolken, wiederum gibt es vor allem den Bergen entlang Regen. Aber auch sonst dürfte sich die Sonne nicht all zu oft zeigen, das Thermometer bleibt bei 17 bis 21 Grad. Am Wochenende wird eine nachhaltige Wetterbesserung erwartet.

Heiss, aber keine Rekordhitze

Im Rückblick war der Sommer 2018 definitiv kein Jahrhundert-Sommer, wie die Wetterredaktion von SRF in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. In Basel und in Locarno sei es im Rekordjahr 2003 satte 1,5 Grad wärmer gewesen als in diesem Jahr.

Einzig in Sitten kam 2018 in die Nähe des Wertes von 2003 (-0,4 Grad). Dort wurden am heissesten Tag 36,2 Grad gemessen – der diesjährige Höchstwert. Der Rekord von 2003 liegt aber wesentlich höher: In Grono im Misox wurden damals 41,5 Grad registriert.

Nicht so bei der Zahl der Hitzetage: In Sitten wurden in diesem Jahr schon 44 Hitzetage gemessen, 2003 waren es nur 42. Sitten ist hier allerdings eine Ausnahme. An anderen Messstationen wurden bislang deutlich weniger Tage mit 30 Grad oder mehr registriert: In Locarno waren es 37 Tage im Vergleich zu 56 im Jahr 2003. In Basel stehen 24 Hitzetage 41 gegenüber.

Auch die Warmphase war 2003 wärmer. Damals startete sie wie in diesem Jahr bereits im Frühling. Am Genfersee war es rund 1 Grad, im Tessin 0,5 Grad wärmer.

Sogar nur Platz 3

Der Kälteeinbruch von vergangenem Wochenende sorgte laut SRF Meteo zudem dafür, dass der Sommer 2018 wahrscheinlich sogar auf Platz 3 abrutscht. 2015 sei nämlich noch minimal heisser gewesen, vor allem in den Bergen. Den langjährigen Durchschnitt (1961 bis 1990) schlägt der Sommer 2018 trotzdem allemal. Rund 3,5 Grad war es wärmer, stellenweise sogar 4 Grad.

Mangelnder Regen führte in diesem Jahr aber zu extremer Trockenheit. Obwohl es vor allem gegen Ende des Monats August immer wieder geregnet hätte, sei 2018 deutlich trockener als der Hitzesommer 2003 ausgefallen.

Bei der Zahl der Sonnenstunden ist das Rennen hingegen noch offen. Bereits der Juli sei beispielsweise in Locarno der sonnigste seit Messbeginn, so die Meteorologen. An einigen Standorten wie St. Gallen dürfte es womöglich der sonnigste Sommer seit Messbeginn werden. An vielen Orten würden bis Ende August Minuten entscheiden.

sep/sda

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