Mit dem Einrad an den Ozean

Die Miss Schweiz fliegt auf die Malediven und sorgt sich um den Klimawandel.

Auch sie will mithelfen, dem Klimawandel Einhalt zu gebieten: Miss Schweiz Jastina Doreen Riederer (20). Bild: Keystone

Auch sie will mithelfen, dem Klimawandel Einhalt zu gebieten: Miss Schweiz Jastina Doreen Riederer (20). Bild: Keystone

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Die Miss World und die Miss Florida und die Miss Wallisellen haben eine vereinigende Tendenz: Sie wünschen sich bei der Preisverleihung oft den Weltfrieden herbei. Das zeigt Sensibilität und charakterliche Tiefe.

Etwas von dieser Tiefe konturiert das Porträt, das der «Blick» über die amtierende Miss Schweiz erstellt hat, die in den Malediven weilte, wo es ihr gut gefiel. Jastina Doreen Riederer (20) machte ihre ersten Ferien seit der Wahl. Dabei sei sie nicht faul herumgelegen, beteuert sie: Sie habe den Inselstaat erkundet. Sie genoss Sonne und Ausblick. Sie fuhr Jetski und ging schnorcheln. «Die ganze Unterwasserwelt zu sehen, ist echt faszinierend. Ich konnte mit grossen Wasserschildkröten und Haien schwimmen. Das werde ich nie vergessen.»

Dem «Blick» öffnet Riederer auch ihr Fotoalbum. Die Aufnahmen zeigen sie im Bikini beim Planschen, entspannt in der Hängematte oder beim Spazieren auf der Insel. Es habe ihr an nichts gefehlt, sagt sie.

«Wir müssen Sorge zu unserem Planeten tragen.»Jastina Doreen Riederer (20)

Auf den Malediven plante die Miss Schweiz auch ihre nächsten Auftritte als Schönheitskönigin. Es wird Shootings geben und einen Auftritt in der Fernsehshow «Ninja Warrior Switzerland».

Wegen all des Schnorchelns und all der Shootings scheinen diese Ferien etwas bei Jastina Riederer ausgelöst zu haben. Sie habe sich ernsthafte Gedanken gemacht, schreibt der «Blick». Durch den Klimawandel seien die Malediven in Gefahr, wegen des steigenden Meeresspiegels überflutet zu werden und unterzugehen. Sie fände das sehr traurig und schade. «Wir müssen Sorge zu unserem Planeten tragen.»

Die Sorge mag noch nicht gross genug sein, dass die Miss Schweiz auf den Flug auf die Malediven verzichtet. Ihren Alltag aber lebe sie jetzt bewusster, sagt sie und wird konkret: Ihre Gipfeli hole sie mit dem Einrad statt mit dem Auto.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.07.2018, 11:14 Uhr

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