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9 Kilometer Stau am Gotthard – auch SBB hat Pech

Osterreiseverkehr am Gotthard, Stau in Basel und Chiasso, SBB-Panne zwischen Lausanne und Freiburg: Viele Reisende mussten heute Verspätungen in Kauf nehmen.

Hart verdiente Osterferien: Fahrzeuge stauen sich auf der Gottahrd-Autobahn A2 Richtung Süden bei Wassen. (25. März 2016)
Hart verdiente Osterferien: Fahrzeuge stauen sich auf der Gottahrd-Autobahn A2 Richtung Süden bei Wassen. (25. März 2016)
Alexandra Wey, Keystone

Seit dem Donnerstagmorgen staut sich der Osterverkehr Richtung Süden vor dem Gotthard. Am Abend mass die Blechlawine zehn Kilometer. Nach einer Entspannung in der Nacht ging es am Karfreitagmorgen wieder los. Bei der SBB blieb zwischen Freiburg und Lausanne ein Zug stecken. Zwischen 3 Uhr und 5 Uhr hatten die Autofahrer am frühen Karfreitagmorgen freie Fahrt, wie es beim Verkehrsdienst Viasuisse auf Anfrage hiess. Im vergangenen Jahr hatten sich die Autos so lange vor dem Gotthard-Nordportal gestaut wie noch nie. Der Stau löste sich damals in der Nacht auf Karfreitag gar nicht mehr auf.

Am Freitagmorgen wuchs die Staulänge dann relativ rasch an. Am frühen Vormittag staute sich der Verkehr bereits auf neun Kilometern Länge, was einer Wartezeit von fast anderthalb Stunden entspricht. Am späteren Nachmittag hatte die Blechlawine auf sechs Kilometer abgenommen. Am Abend entspannte sich die Lage weiter.

Nicht nur am Gotthard war Geduld gefragt. Auch an den Grenzübergängen in Basel und Chiasso stauten sich die Fahrzeuge. Bereits am Gründonnerstag war die Osterreisewelle Richtung Süden am Gotthard vom Morgen an ins Stocken geraten. Am längsten war der Stau am Abend mit zehn Kilometern. Noch nach Mitternacht meldete Viasuisse vier Kilometer Stau. Als Alternative wurde empfohlen, über die A13 via San Bernardino auszuweichen. Auf dieser Route stockte der Verkehr am Freitagvormittag zwischen Chur und Reichenau, es wurden jedoch deutlich weniger Behinderungen erwartet als am Gotthard.

Zug bleibt stecken

Nicht nur auf den Strassen harzte es. Ein Defekt an einem Interregio-Zug führte am Freitagmorgen zu Störungen im Bahnverkehr zwischen Lausanne und Freiburg. Der Zug, der von Luzern in Richtung Genf unterwegs war, war gegen 8.45 Uhr zwischen Siviriez und Vauderens im Kanton Freiburg stehengeblieben.

Der Interregio-Zug musste in der Folge von einem Hilfszug abgeschleppt werden, wie es bei der SBB auf Anfrage hiess. Die Passagiere mussten mit einem anderen Zug weiterreisen. Auf der Bahnstrecke kam es wegen des steckengebliebenen Zuges zu Verspätungen von rund einer Viertelstunde. Kurz vor 11 Uhr normalisierte sich die Lage wieder.

Auch zwischen Brig und Visp war der Bahnverkehr am Freitagmorgen gestört. Wegen einer Fahrleitungsstörung konnte die Strecke ab 6.30 Uhr nur auf einem Gleis befahren werden. Die Interregio-Züge fielen auf dieser Strecke aus, die internationalen Züge von Basel nach Mailand wurden umgeleitet. Kurz vor Mittag war die Störung behoben.

SDA/thu

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