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500 Meter unter der Erde eingeschlossen

In Nicaragua sind bei einem Grubenunglück über 20 Minenarbeiter verschüttet worden. Es ist nicht der erste Vorfall in der Region.

Die Rettungsarbeiten gelten als schwierig: Familienangehörige und Arbeitskollegen haben sich am Unfallort versammelt. (29. August 2014)
Die Rettungsarbeiten gelten als schwierig: Familienangehörige und Arbeitskollegen haben sich am Unfallort versammelt. (29. August 2014)

Nach einem Minenunglück in Nicaragua bemühen sich die Bergungskräfte um die Rettung von mindestens 24 verschütteten Bergleuten. Eine Gruppe von 20 Kumpeln sei bereits in einer Tiefe von etwa 500 Metern geortet worden, sagte Regierungssprecherin Rosario Murillo am Freitag. Die Männer sässen in einer Höhle fest und hätten mit den Suchtrupps sprechen können. Nun werde die Bergung vorbereitet. Von den anderen vermissten Bergleuten gebe es bislang jedoch keine Spur.

Zwei Bergleute konnten sich nach dem Erdrutsch am Donnerstag aus eigener Kraft aus dem Stollen in der Ortschaft Bonanza rund 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Managua befreien.

Seit den 90er Jahren wird Gold abgebaut

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig, sagte Murillo. Zunächst wollten die Rettungskräfte nun versuchen, die Eingeschlossenen mit Wasser und Lebensmitteln zu versorgen. Honduras und weitere mittelamerikanische Staaten boten Hilfe an.

In der Mine El Comal im Norden von Nicaragua fördert das Unternehmen Hemco seit Mitte der 90er Jahre Gold. Nach Angaben von Dorfbewohnern kam es in der Region bereits zuvor zu Minenunglücken.

Bei den Verschütteten handelte es sich den Angaben zufolge nicht um Angestellte der Firma, sondern um Personen, die eine Konzession zur Goldsuche von dem Unternehmen erworben hätten. Man habe die Bergleute ausdrücklich vor den Gefahren in der Region gewarnt, besonders nachdem ein Erdrutsch im vergangenen Monat dort zwei Goldsucher getötet hatte.

SDA/ldc

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