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500. Exekutierte war eine Frau

Im US-Bundesstaat Texas wurde seit der Wiedereinführung der Todesstrafe der 500. Mensch hingerichtet. Die Exekutierte hatte bis zuletzt um ein neues Verfahren gekämpft.

«Du sollst nicht töten»: Ein Demonstrant protestiert gegen die 500. Exekution in Texas. (26. Juni 2013)
«Du sollst nicht töten»: Ein Demonstrant protestiert gegen die 500. Exekution in Texas. (26. Juni 2013)
Keystone

Der US-Staat Texas hat seit der Wiedereinführung der Todesstrafe dort vor 31 Jahren den 500. Todeskandidaten hingerichtet. Kimberly McCarthy wurde gestern Abend im Gefängnis Huntsville mit einer Giftspritze getötet.

Sie war zum Tode verurteilt worden, weil sie im Jahr 1997 ihren 71 Jahre alten Nachbarn in der Nähe von Dallas ermordet hatte. McCarthy war die erste Frau seit drei Jahren, die hingerichtet wurde. Bislang wurden seit 1977 erst 13 Todesurteile an Frauen in den USA vollstreckt, vier davon in Texas. Vor dem Gefängnis hielten etwa 30 Gegner der Todesstrafe eine Mahnwache ab.

McCarthys Anwältin, Maurie Levin, hatte alle Rechtsmittel ausgeschöpft. Zuletzt lehnte es das oberste Berufungsgericht in Texas ab, das Verfahren neu aufzurollen. Die Jury, die McCarthy seinerzeit verurteilte, bestand ausschliesslich aus weissen Geschworenen.

Texas deutlich an erster Stelle

Texas liegt auch sonst in der Hinrichtungsstatistik weit vor den anderen 32 US-Staaten, in denen die Todesstrafe verhängt werden kann. Im Schnitt wird hier alle drei Wochen ein Mensch hingerichtet. 1976 erlaubte der Oberste Gerichtshof die Wiedereinführung der Todesstrafe. Seit 1977 sind in den USA mehr als 1300 Straftäter vom Staat getötet worden, davon 40 Prozent in Texas. Zurzeit sitzen in dem Südstaat 282 verurteilte Mörder in den Todeszellen.

Anfang Mai hatte Maryland als 18. Staat der USA die Todesstrafe abgeschafft. Maryland ist auch der erste der Südstaaten, der diesen Schritt ging.

AP/sda/chk

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