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341 zu breite Züge gekauft

Frankreichs Staatsbahnen haben Hunderte Regionalzüge bestellt. Nur passen die in viele Bahnhöfe gar nicht rein.

Dieser Zug des Typs Régiolis ist zu breit für alte Bahnhöfe. Foto: Reuters
Dieser Zug des Typs Régiolis ist zu breit für alte Bahnhöfe. Foto: Reuters

«Grotesk», «absurd», «kafkaesk», «tragikomisch»: Die französischen Politiker und Medien griffen am Mittwoch tief ins Vokabular des blanken Erstaunens und Entsetzens, um eine Enthüllungsgeschichte der Wochenzeitung «Canard Enchaîné» zu kommentieren. Die Staatsbahnen SNCF, so erfährt man da, haben von ­Alstom und Bombardier insgesamt 341 Züge gekauft, die viele Bahnhöfe im Land nicht bedienen können. Sie sind komfortabler als die alten und deshalb auch breiter. Zwar nur um einige Zentimeter, aber einige Zentimeter sind in diesem Fall entscheidend. Nun müssen die Mauern von 1300 Bahnhofquais in aller Eile angepasst und geschliffen werden, mit Presslufthämmern und Fräsen – für 50 bis 80 Millionen Euro.

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