300 Camper vor Feuer in Sicherheit gebracht

Kaum ist ein spektakulärer Brand nahe einer Autobahn in Kalifornien etwas abgeklungen, schlagen Flammen Urlauber auf einem Campingplatz in die Flucht.

Vom Feuer zerstört: Die Überreste eines Hauses in Rattlesnake Lane, Kalifornien.

Vom Feuer zerstört: Die Überreste eines Hauses in Rattlesnake Lane, Kalifornien.

(Bild: Keystone Stuart Palley)

Im US-Staat Kalifornien hat ein Feuer in einem Gebirgzug Hunderte Zelturlauber die Flucht ergreifen lassen. Rund 300 Camper, darunter auch eine Gruppe von Pfadfinderinnen, brachten sich vor den Flammen in den San Gabriel-Mountains nördlich von Los Angeles in Sicherheit, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Zuvor hatte die Feuerwehr gegen einen Waldbrand gekämpft, der in derselben Gegend eine Autobahn erfasst hatte und 20 Autos in Flammen aufgehen liess.

Das Feuer in dem Cajon-Pass nahe der Autobahn Interstate 15 habe sich in der Nacht zu Samstag auch dank niedrigerer Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit beruhigt, hiess es. Der grösste Teil der betroffenen Autobahn konnte am Samstag für den Verkehr wieder freigegeben werden. In der bergigen Gegend rund 89 Kilometer nordöstlich von Los Angeles hatten sich die Flammen durchs trockene Unterholz gefressen und den dort verlaufenen Highway am Freitagnachmittag erreicht.

Reihenweise Fahrzeuge vernichtet

Zahlreiche Autofahrer sprangen aus ihren Fahrzeugen und flohen zu Fuss, wie die Behörden mitteilten. Zwei Menschen waren leicht verletzt worden. Die Feuerwehr konzentrierte sich am Samstag darauf, rund 700 Häuser in der Gegend um Baldy Mesa vor den noch wütenden Flammen zu schützen, wie eine Sprecherin der Forstbehörde mitteilte. Rund 2800 Anwohner waren in Sicherheit gebracht worden.

Der Brand in den San Gabriel-Mountains war nur rund 32 Kilometer nordwestlich von dem Feuer im Cajon-Pass entfernt. Die rund 300 Zelturlauber flüchteten sich den Angaben zufolge in die Gemeinde Wrightwood. Auch dieses Feuer habe sich beruhigt und sei auf einer Fläche von 50 Hektar zu zehn Prozent unter Kontrolle, hiess es.

Wegen der schweren Dürre in Kalifornien sind Waldbrände an der Tagesordnung. Dass dabei reihenweise Fahrzeuge vernichtet werden, kommt aber nur sehr selten vor.

sda

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