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28-Jähriger schiesst in Pizzeria um sich

Wegen einer Verschwörungstheorie um Hillary Clinton stürmte ein Mann am Sonntagnachmittag ein Restaurant in Washington. Er konnte verhaftet werden.

Verschwörungstheorie auf eigene Faust nachgehen: Die Polizei verhaftet den Verdächtigen in Washington. (Video: Tamedia/Reuters)

In den sozialen Medien gestreute Falschmeldungen über eine Verschwörungstheorie um Hillary Clinton haben zu Schüssen in einer Washingtoner Pizzeria geführt. Das teilte die Polizei mit, die einen Mann mit einem Sturmgewehr nach dem Feuerüberfall am Sonntagnachmittag festnahm. Es sei niemand verletzt worden.

Ein 28-jähriger Mann war nach einem Bericht der «Washington Post» in das Restaurant gegangen und hatte seine Waffe auf einen Angestellten des «Comet Ping Pong» in einem wohlhabenden Viertel der US-Hauptstadt gerichtet. Der Angestellte habe fliehen und die Polizei alarmieren können.

Ziel von Hassmails

Das Restaurant geriet während des US-Präsidentenwahlkampfs durch sogenannte Fake-News in einen Medienwirbel, Clinton und ihr Wahlkampfleiter betrieben von der Pizzeria aus einen Kindersexring. Laut Polizeimitteilung sagte der festgenommene Verdächtige aus, er sei zum «Comet Ping Pong» gekommen, um dieser Verschwörungstheorie auf eigene Faust nachzugehen. In der «Washington Post» hiess es, der Restaurantbesitzer und seine Mitarbeiter seien wegen der Falschmeldungen oft Ziel von Hassmails, Angriffen in den sozialen Medien und Todesdrohungen geworden.

Der Besitzer, James Alefantis, wies in einer am Sonntagabend veröffentlichten Erklärung die «bösartigen und falschen Beschuldigungen» zurück. «Ich hoffe, dass diejenigen, die diese Flammen anfachen, einen Moment innehalten, um darüber nachzudenken, was hier heute passiert ist und aufhören, diese Falschheiten weiter zu verbreiten», schrieb er.

SDA/bee

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