Zum Hauptinhalt springen

2011 könnte in der Schweiz alle Wärmerekorde brechen

Vieles deutet darauf hin, dass das laufende Jahr in der Schweiz zum wärmsten seit Messbeginn werden könnte. Die Sonne zeigte sich häufig, der Regen hingegen machte sich rar.

Trauriger Anblick: Kunstschnee-Flecken in Crans-Montana, Wallis. (23. November 2011)
Trauriger Anblick: Kunstschnee-Flecken in Crans-Montana, Wallis. (23. November 2011)
Keystone
Verlassen und winterfest: Die Hütte auf dem Gipfelplateau des Alvier, im Hintergrund die Glarner Alpen. (24. November 2011)
Verlassen und winterfest: Die Hütte auf dem Gipfelplateau des Alvier, im Hintergrund die Glarner Alpen. (24. November 2011)
Keystone
Ob sich Janka und Co. wohl diese Saison auch auf Grasskiern die Hänge hinunterstürzen müssen? Vorerst bleibt das Wetter auf alle Fälle mild und trocken. Im Bild: Marco Manser bei den Grasski-Schweizermeisterschaften vom 5./6. August 2000 in Marbachegg.
Ob sich Janka und Co. wohl diese Saison auch auf Grasskiern die Hänge hinunterstürzen müssen? Vorerst bleibt das Wetter auf alle Fälle mild und trocken. Im Bild: Marco Manser bei den Grasski-Schweizermeisterschaften vom 5./6. August 2000 in Marbachegg.
Urs Flueeler, Keystone
1 / 13

Gut möglich, dass 2011 zum wärmsten Jahr seit Messbeginn vor rund 150 Jahren wird. Im Hochgebirge liegen die Durchschnittswerte nach elf Monaten über dem bisherigen Rekordwert.

Auf dem Säntis war es bis Ende November etwa 0,6 Grad wärmer als 2003, dem bislang wärmsten Jahr, wie SF Meteo heute mitteilte. Nur wenn die Durchschnittstemperatur auf dem Ostschweizer Hausberg im Dezember um mehr als 5 Grad unter dem Schnitt liegt, wird 2011 nicht zum Rekordjahr.

Trockener Frühling – trockener Herbst

Im Mittelland wurde der bisher höchste Jahresdurchschnitt im Jahr 1994 gemessen. Das laufende Jahr sei bis jetzt etwa gleich warm, teilte SF Meteo mit. Leicht wärmer als 1994 war es 2011 bislang in Zürich, Basel und Sitten, etwas kälter in Genf und Bern.

Die hohen Temperaturen gehen mit einer überdurchschnittlichen Sonnenschein-Dauer einher. Nördlich der Alpen habe sich die Sonne rund 30 Prozent mehr als üblich gezeigt, teilte SF Meteo mit. Im Süden lag die Zahl der Sonnenstunden immerhin 10 Prozent über dem Durchschnitt.

Unterdurchschnittlich ist auf der anderen Seite die bisher gefallene Niederschlagsmenge. Zum äusserst trockenen Frühling kam ein trockener Herbst. Besonders ausgeprägt war die Trockenheit im Wallis und in der Westschweiz. In Genf war es nur vor genau 90 Jahren noch trockener.

In der Deutschschweiz war die Trockenheit zwar weniger ausgeprägt, aber auch dort fielen nur 70 Prozent der durchschnittlichen Menge.

Niederschlag in Sicht

Beim Niederschlag hinkt der Vergleich mit dem Jahr 2003 gemäss SF Meteo. Damals sei es deutlich feuchter gewesen. Die Trockenperiode sei aber auf den Sommer gefallen, weshalb die Böden stärker austrockneten als im eigentlich trockeneren Jahr 2011.

Noch wochenlanger Trockenheit ist nun eine Wetterumstellung in Sicht. Am Freitag könnte es gemäss SF Meteo «endlich wieder einmal in grösserem Stil Regen geben». Bis in mittlere Lagen ist demnach auch mit Schnee zu rechnen.

SDA/kle

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch