20-Jähriger schiesst mit Militärwaffe um sich

Am 1. August hat ein Hausbesitzer in Zetzwil AG ein Einschussloch in seiner Wand entdeckt. Nun hat die Polizei den Schützen ausfindig gemacht.

Das Einschussloch: Das Projektil traf ein über 400 Meter entfernt gelegenes Haus rein zufällig. Bild: Kapo Aargau.

Das Einschussloch: Das Projektil traf ein über 400 Meter entfernt gelegenes Haus rein zufällig. Bild: Kapo Aargau.

Die Herkunft eines Projektils, das am Bundesfeiertag in Zetzwil AG in einer Hausfassade einschlug, ist geklärt. Mehrere Personen hatten im Zusammenhang mit der Bundesfeier mit einer Pistole ungezielte Schüsse abgefeuert.

Die Kantonspolizei Aargau ermittelte einen 20-jährigen Schweizer als Besitzer der Waffe. Sie holte ihn am Samstag an seinem Wohnort in der Region ab.

Bei der Einvernahme gab er zu, im Rahmen einer privaten 1.-August-Feier seine militärische Ordonnanzwaffe geholt zu haben, wie die Kantonspolizei am Montag mitteilte. In der Folge hätten er und weitere Anwesende damit bei Dunkelheit mehrere ungezielte Schüsse abgefeuert.

Die Feier fand auf einem Feld ausserhalb von Zetzwil statt. Die Umstände lassen gemäss Polizei den Schluss zu, dass eines der Projektile das über 400 Meter entfernte Haus rein zufällig traf. Hinweise auf eine Vorsatzhandlung liegen nicht vor. Zum Motiv befragt gab der 20-Jährige an, sich nichts bei der Sache überlegt zu haben.

Die beteiligten Personen werden gegenüber der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Weitere Ermittlungen zur genauen Rekonstruktion des Vorfalls sind unter Beizug der Militärjustiz im Gange.

Die Bewohner eines Einfamilienhauses in Zetzwil stellten am 2. August fest, dass ein Projektil in die Fassade eingeschlagen war.

nag/sda

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