19'000 Japaner bringen sich vor Tsunami in Sicherheit

Im Nordosten Japans ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 6,9. Die Behörden warnten vor einer Flutwelle. Tausende Bewohner an der Küste brachten sich in Sicherheit.

Der Erdstoss ereignetet sich zehn Kilometer unter dem Meeresspiegel: Ein japanischer Erdbebenexperte zeigt auf einer Karte das betroffenen Gebiet. (17. Februar 2015)

Der Erdstoss ereignetet sich zehn Kilometer unter dem Meeresspiegel: Ein japanischer Erdbebenexperte zeigt auf einer Karte das betroffenen Gebiet. (17. Februar 2015)

(Bild: AFP)

Nach einem Erdbeben im Nordosten von Japan sind kleine Tsunami-Wellen auf die Küste getroffen. Den japanischen Behörden zufolge hatte das Beben eine Stärke von 6,9 und ereignete sich im Pazifik, rund 210 Kilometer östlich von Miyako in der Präfektur Iwate.

Mehr als 19'000 Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Berichte über Opfer und Schäden gibt es nicht. Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke des Bebens mit 6,7 an. Wie der japanische meteorologische Dienst mitteilte, ereignete sich das Beben um 08.06 Uhr in einer Tiefe von zehn Kilometern. Die Behörde gab eine Tsunami-Warnung heraus und rechnete mit bis zu einem Meter hohe Wellen. Letztlich trafen deutlich kleinere Wellen von bis zu 20 Zentimetern Höhe auf die Küste.

Behörden und Medien des Landes warnten die Japaner aber davor, sich den Küsten zu nähern. In Tokio sagte ein Regierungsvertreter, bei dem Erdstoss könnte es sich Geologen zufolge um eine Art Nachbeben des schweren Erdbebens von 2011 handeln. Damals hatte es einen verheerenden Tsunami und mehrere Atomunfälle in der Anlage Fukushima gegeben. Bei den Naturkatastrophen waren mehr als 18'000 Menschen ums Leben gekommen.

Japan wird oft von Erdbeben erschüttert, da in dem Gebiet mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Japan wird von rund einem Fünftel der jährlichen schweren Erdbeben erschüttert.

chk/AFP

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