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Mindestens 26 Tote nach Dammbruch in Laos

Fünf Milliarden Kubikmeter Wasser haben eine Region überflutet – mehr als 6000 Menschen sind betroffen. Viele werden vermisst.

Nach dem Dammbruch werden hunderte Menschen vermisst. Fünf Milliarden Kubikmeter Wasser haben ganze Landstriche überschwemmt. Video: Reuters

Wassermassen aus einem geborstenen Staudamm haben in Laos Tausende Häuser weggeschwemmt. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben, wie örtliche Medien meldeten. Hunderte Menschen wurden am Mittwoch noch vermisst.

Bei den Toten handele es sich ausschliesslich um laotische Staatsbürger. Mehr als 6000 Menschen aus acht Dörfern in der Nähe des Dammes seien von den Überflutungen betroffen, sagte Miencharoen im Rettungszentrum vor Ort in der südöstlichen Provinz Attapeu.

Das Unglück ereignete sich am Montag an einem Nebenfluss des Mekong unweit der Grenze zu Kambodscha. Der noch im Bau befindliche Staudamm war nach starken Regenfällen kollabiert und hatte die Umgebung mit fünf Milliarden Kubikmetern Wasser überflutet. Mehrere Häuser im Bezirk Sanamxay in der Provinz wurden zerstört. Das Nachbarland Thailand entsandte Rettungskräfte. Über die Ursache des Dammbruchs gibt es noch keine gesicherten Angaben. In einer ersten Reaktion nannte eine der an dem Projekt beteiligten Firmen starken Regen als Grund für Risse im Damm.

Die abgelegene Region ist derzeit ausschliesslich mit Helikoptern und flachen Booten zu erreichen. Strassen wurden von den Wassermassen beschädigt oder komplett zerstört. Fernsehaufnahmen zeigten Menschen, die sich auf den Dächern ihrer Häuser vor den schlammigen Fluten in Sicherheit gebracht hatten. Der nach wie vor hohe Wasserstand erschwere die Rettungsarbeiten, erklärte Miencharoen.

Das südkoreanische Unternehmen SK Engineering & Construction, das an dem Wasserkraftprojekt beteiligt ist, erklärte am Mittwoch, es habe bereits 24 Stunden vor dem Dammbruch Schäden an der Konstruktion bemerkt. Der obere Teil eines Hilfsdammes sei weggespült gewesen. «Wir haben umgehend die Behörden alarmiert und mit der Evakuierung von Dorfbewohnern flussabwärts begonnen», hiess es in einer Mitteilung.

Der Staudamm ist das Projekt des Energieunternehmens Xe-Pian-Xe Namnoy Power Company (PNPC), das dabei mit mehreren weiteren Unternehmen aus dem In- und Ausland zusammenarbeitet. Der Grundstein für das 1,2 Milliarden Dollar (1,02 Milliarden Euro) teure Bauvorhaben war 2013 gelegt worden.

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