Restaurant sperrt Kinder aus – der Wirt wehrt sich

In «Oma's Küche» sind Kinder unter 14 Jahre am Abend unerwünscht. Es gibt heftige Kritik, aber nicht nur.

Wir müssen draussen bleiben: Ein Schild weist auf die Kinder-Sperrzone hin: Bild: Oma's Küche

Wir müssen draussen bleiben: Ein Schild weist auf die Kinder-Sperrzone hin: Bild: Oma's Küche

Kinder müssen draussen bleiben. Wirt Rudolf Markl hat sich entschieden, ab 17 Uhr keine Gäste unter 14 Jahren in sein Restaurant «Oma's Küche» auf der deutschen Ferieninsel Rügen einzulassen – und sorgt damit für Diskussionen. Ein Verbot für Kinder? Geht das? Die einen werfen Markl Kinderhass vor und sprechen von einem Skandal. Die anderen finden es eine nachahmenswerte Tat.

Gegenüber «Spiegel Online» äussert sich Rudolf Markl nun ausführlich zu den Gründen. Als Kinderfeind will er sich nicht abstempeln lassen. «Ich habe früher einen Weihnachtsmarkt mit Kinderkarussell betrieben und viel für die Kleinen gemacht», sagt der Besitzer von «Oma's Küche». Zuletzt sei es in seinem Lokal aber immer wilder zu und her gegangen.

«Da wurden Tischdecken von fremden Leuten heruntergezogen, Rotwein inklusive. Manchmal wurde mit Essen zum Nachbartisch geworfen.» Noch schlimmer fand Markl etwas anderes: «Manche Eltern haben unsere Servicekräfte noch beschimpft, wenn sie darauf hingewiesen wurden, dass es so nicht geht.»

Der enervierte Restaurant-Besitzer spielte deshalb mit dem Gedanken das ganze Restaurant komplett kinderfrei zu machen. Soweit ging er aber doch nicht. «Damit hätten wir den vielen gut erzogenen Kindern grosses Unrecht getan.» Übrigens: Hunde sind in «Oma's Küche» den ganzen Tag willkommen. Für sie gibt es sogar eine eigene Speisekarte.

TA

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