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Michael Jacksons Sohn sagt vor Gericht aus

Vor vier Jahren starb der King of Pop. Nun sagte der älteste Sohn erstmals vor Gericht in Los Angeles aus. Prince Jackson zeichnete ein liebevolles Bild seines Vaters.

Aussage vor Gericht: Prince Jackson
Aussage vor Gericht: Prince Jackson

Mit den Worten «Sorry Kinder, Dad ist tot» soll der Arzt von Michael Jackson dessen Kinder über den plötzlichen Tod des Sängers informiert haben. Dies gab der älteste Sohn des «King of Pop» vor Geschworenen zu Protokoll, wie die «Los Angeles Times» berichtete. Er habe damals, am 25. Juni 2009, Schreie aus dem Obergeschoss des von Jackson gemieteten Anwesens gehört und dann seinen Vater leblos in dessen Zimmer gesehen, während sein Arzt ihn wiederzubeleben versuchte. Auf der Fahrt ins Krankenhaus habe dieser dann versucht, seine Schwester und seinen kleinen Bruder zu beruhigen und ihnen gesagt, die Engel würden über ihren Vater wachen und es würde alles gut werden. Erst als der Arzt seines Vaters ihnen im Krankenhaus sagte: «Sorry, Kinder, euer Vater ist tot», habe er es realisiert. «Nichts wird jemals sein, wie es war», sagte Prince den Geschworenen vor Gericht.

Vorwürfe gegen Konzertveranstalter

Gleichzeitig warf Michael Joseph «Prince» Jackson Jr. dem Konzertveranstalter AEG vor Gericht vor, seinen Vater vor seiner geplanten Comeback-Tournee «This Is It» massiv unter Druck gesetzt zu haben. Nach Telefonaten mit AEG habe sein Vater geweint, weil er mehr Zeit für Proben wollte, sagte der 16-jährige Prince. Einmal habe sein Vater auch gesagt: «Sie werden mich umbringen». In dem von Jacksons Mutter Katherine angestrengten Verfahren wird dem Unternehmen AEG vorgeworfen, den zu vier Jahren Haft verurteilten Leibarzt von Michael Jackson, Conrad Murray, für die medizinische Betreuung des Popstars angestellt und damit fahrlässig gehandelt zu haben.

In dem Verfahren geht es um die Frage, ob der Konzertpromoter die Gesundheit des Sängers aus Profitsucht aufs Spiel setzte. Die Klage um eine Millionenentschädigung wird von Jacksons Kindern Prince, Paris und Blanket sowie ihrer Grossmutter Katherine Jackson geführt. Während der 90 Minuten im Zeugenstand habe Prince beschrieben, dass sein Vater vor der geplanten «This is It»-Comeback-Tour und den Promotern der Konzerte Angst hatte. «Die bringen mich um», habe er seinen Vater weinen hören, zitierte das Promiportal «TMZ.com» die Aussage des Teenagers. Jackson hätte sich einerseits auf die Auftritte gefreut, aber er wollte mehr Zeit zur Vorbereitung haben, habe der Junge angegeben.

Als liebevoller Vater dargestellt

Prince zeichnete laut «TMZ.com» ein liebevolles Bild seines Vaters, der sich viel um seine drei Kinder gekümmert habe. Er habe Fotos und Heimvideos vor Gericht gezeigt. Der Junge habe auch über die Vorgänge am 25. Juni 2009 gesprochen, als der 50 Jahre alte Sänger unter der Aufsicht seines Arztes Conrad Murray in seinem Haus starb. Er habe seinen Vater im Schlafzimmer halb aus dem Bett hängend vorgefunden, habe Prince die Szene beschrieben. Der Arzt Conrad Murray habe versucht, ihn wiederzubeleben.

Seine Schwester Paris habe verzweifelt «Daddy» gerufen. Sie seien der Ambulanz ins Spital gefolgt. Dort hätte Murray ihnen erzählt, dass Jackson einen tödlichen Herzinfarkt erlitten habe. Murray, der Jackson zum Einschlafen über Wochen hinweg ein Narkosemittel gespritzt hatte, sitzt eine vierjährige Haftstrafe wegen fahrlässiger Tötung ab.

SDA/lvm

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