Zum Hauptinhalt springen

Torontos Skandalbürgermeister muss in die Chemotherapie

Der Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, muss sich wegen eines «sehr komplizierten» Tumors behandeln lassen. Gleichzeitig kündigt er seinen Rücktritt an.

Machte durch Alkohol- und Drogenexzesse Schlagzeilen: Der Bürgermeister von Toronto, Rob Ford. (11. Juli 2014)
Machte durch Alkohol- und Drogenexzesse Schlagzeilen: Der Bürgermeister von Toronto, Rob Ford. (11. Juli 2014)
Mark Blinch, Reuters

Torontos skandalumwitterter Bürgermeister Rob Ford hat Krebs. Bei dem 45-Jährigen sei eine bösartige Geschwulst festgestellt worden, die «sehr selten» und «sehr kompliziert» sei, teilte Chirurg Zane Cohen vom Mount-Sinai-Krankenhaus mit. Die Krebsart komme vornehmlich in Fettzellen vor. Ford werde sich einer 40-tägigen Chemotherapie unterziehen müssen. Vergangene Woche war der Bürgermeister der kanadischen Metropole wegen eines Magentumors in die Klinik eingeliefert worden.

Ford, der zwei Kinder hat, erlangte im vergangenen Jahr zweifelhafte globale Berühmtheit, als er nach monatelangen Dementis zugab, «im volltrunkenen Zustand» Crack geraucht zu haben. Anfang Mai nahm er sich eine Auszeit und begab sich in eine Rehaklinik, um seine Alkohol- und Drogensucht in den Griff zu bekommen. Rücktrittsforderungen wies Ford immer wieder zurück und kündigte eine erneute Kandidatur bei den Bürgermeisterwahlen im Oktober an. Doch am vergangenen Freitag gab er im Zuge seiner Erkrankung seinen Rückzug bekannt. Stattdessen kandidiert nun sein Bruder Doug.

Zwölf Zentimeter grosser Tumor

Der behandelnde Arzt sagte, Fords Krebsart komme bei lediglich einem Prozent aller Fälle vor. Trotzdem sei er optimistisch, denn es gebe in dem Krankenhaus viele Experten in diesem Bereich. Der zwölf mal zwölf Zentimeter grosse Tumor habe nicht auf andere Organe ausgestrahlt.

Der kanadische Premierminister Stephen Harper sagte, es sei sehr traurig zu hören, dass Ford eine seltene Krebsart habe und sich einer Chemotherapie unterziehen müsse. Die Gedanken und Gebete aller Kanadier seien in dieser schweren Zeit bei Ford und seiner Familie. «Wir wünschen ihm eine schnelle und komplette Genesung.»

SDA/thu

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch