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Sex- und schamhaarlos zum Titel

Am Samstag wählt das Land einen neuen Mister Schweiz. Das würde kaum jemanden interessieren – wären da nicht die zahlreichen Skandälchen um die Kandidaten. Welche Mister-Geschichten 2009 Schlagzeilen machte: Die Liste.

Dass Steven Huber von Beruf Bauaustrockner ist, klingt zwar hübsch, interessiert aber niemanden. Auch das Sternzeichen von Stefan Müller (Fische) und die Lieblingsferiendestination von David Krieg (Côte d'Azur) gehören nicht unbedingt zu jenen Informationen, die eine schöne Story hergeben. Die Mister-Schweiz-Kandidaten sind per Definition durchschnittliche Typen – und damit eher langweilig. Was also tun die Medien im Vorfeld der Mister-Schweiz-Wahl, die ja immerhin doch über 500'000 Leute am Fernsehen verfolgen dürften? Sie kolportieren – oder kreieren – Skandälchen. Weil Indiskretionen und Privates das Publikum viel mehr interessieren als Hobbys und Lieblingsbücher. Zur ultimativen Vorbereitung auf die samstägliche Wahl deshalb eine (nicht abschliessende) Liste der Skandale der Mister-Schweiz-Wahl 2009 – auch als Anregung zum Smalltalk geeignet.Das Schamhaar-Diktat: Nicht länger als 5 Millimeter darf das Haar in der Unterhose der Mister-Kandidaten spriessen. Eine Massnahme, die von der Damenwelt begrüsst wird, wie der «Blick» weiss. So sagt etwa Schlagersängerin Lys Assia (84): «Da sollte es nicht wuchern wie im Unkrautgarten.»Der Jury-Zoff: Wer Mister Schweiz 2009 wird, bestimmen unter anderen Murat Yakin und Giulia Siegel (DJane, Model und vor allem «Dschungelcamp»-Kandidatin). Aber auch Xenia Tchoumitcheva. Und das ist ein Problem: Die Ex-Fast-Miss ist nämlich mit Kandidat Umberto Cavallaro bekannt. Trotz möglicher Befangenheit darf sie aber in der Jury bleiben. Wohl hoffen die Veranstalter, sie halte den einen oder anderen männlichen Zuschauer vor dem Fernseher. Die Intelligenz-Bestie: «Reformiert», schrieb Mister-Schweiz-Kandidat Steven Huber in seinem Online-Steckbrief. Gefragt war allerdings nicht seine Konfession (Kirchenzugehörigkeit), sondern die Konfektion (Kleidergrösse). Die Internet-Drohung: Auf der Website Mister-suisse.ch betreiben ein paar junge Romands eine Juxwahl. Da versteht die Mister-Organisation aber keinen Spass – und drohte den Betreibern «rechtliche Schritte mit Kostenfolgen» an. Bisher ohne Erfolg. Und Mister-suisse.ch hat mehr Besucher als vorher.Der Sex-Entzug: Kandidat Danijel Bijorac gestand dem «Blick» Ende März, dass er seit Sommer 2007 keinen Sex mehr hatte. «Das ist gut für den Kopf und auch für den Körper.» Aha. Die Triebe kommen ihm nicht in die Quere: «Ich habe meinen Körper total unter Kontrolle.» Sexy.Die Fingernagel-Kleberei: Auch im «Blick» stand, dass die Kandidaten sich künstliche Fingernägel aus Gel ankleben liessen. Sehr sexy.Der «Porno-Alarm»: Im «Kandidaten-Camp» in der Türkei rückte im März plötzlich die Polizei an: Sie hatte den Verdacht, da würde ein Porno gedreht. Leider nein: Kandidat Pascal Diem posierte nur mit nacktem Oberkörper für TV-Aufnahmen.Das wars. Diese Informationen dürften mithelfen, die richtige Wahl zu treffen. Oder zumindest, die Show schadlos zu überstehen. Am Samstag (20.05 Uhr, SF1) erfahren wir endlich, welcher der 16 schamhaar- und/oder sexlosen Kandidaten das Schweizer Männervolk ein Jahr lang repräsentieren darf. Man darf entspannt sein.

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